„Der eine hat ’ne Brille, braune Lederjacke, normale Jeans. Der andere graue Jacke, normale Jeans, Umhängetasche.“ Die Nachricht von Facebook-Nutzer Kevin R. klingt wie die Beschreibung eines Straftäters. Doch es geht um BVG-Kontrolleure!
Schon im letzten Jahr sorgte das Warnsystem „ublitzer“ für Diskussionen. Nun wird der Schwarzfahrer-Sumpf noch tiefer: Seit letzter Woche lockt die Facebook-Gruppe „Schwarzfahren Berlin“: Hier melden die User blitzschnell aktuelle Ticketkontrollen in U- und S-Bahnen. Dazu gibt es Betrugs-Tricks von erfahrenen Nutzern. Die Userzahl steigt sprunghaft. Alleine Montag kamen über 1000 dazu. Rund 3000 Schwarzfahrer sind inzwischen dabei.
Ticket per Handy: in Berlin und Potsdam kein Problem mehr, wenn man das richtige Mobiltelefon hat.
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"Fahrt beginnen", einloggen ...
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Start-Haltestelle auswählen ...
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Ausloggen an der Zielhaltestelle.
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Nach der Fahrt, werden Strecke und Preis angezeigt.
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Das Einloggen funktioniert auch über die Barcodes, die an jeder Haltestelle angebracht sind.
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Und so funktioniert’s: Wer eine Kontrolle beobachtet, veröffentlicht sie über sein internetfähiges Handy bei Facebook, warnt damit andere Nutzer. Aber: „Jeder, der ohne Ticket fährt, macht sich strafbar. Wir unterstützen das in keinster Weise“, ist auf der Seite zu lesen. Die Gruppe diene lediglich der Aufzeichnung von Kontrollaktivitäten.
Inzwischen gibt es den Kontrolletti-Warner auch für Twitter (schwarzfahrenBE) und als Frühwarn-App für’s Handy. Ob das legal ist, ist umstritten – zwar gilt Schwarzfahren als Straftat, das Warnen vor Kontrollen jedoch nicht. Die BVG bleibt gelassen. Sprecher Klaus Wazlak: „Wir denken, dass das Wissen, dass Kontrollen stattfinden, eine eher abschreckende Wirkung hat. Wir werden deshalb nichts dagegen unternehmen.“
FTH
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