Neuer Philharmoniker-Chef

Kirill Petrenko gibt jetzt den Takt vor

Es war wie eine Geburt: schwer und lang. Jetzt endlich verkündeten die Berliner Philharmoniker stolz, wer fortan bei ihnen den Takt vorgibt: Kirill Petrenko (43).

Susanne Dübber
Lesezeit 2 Min
Gilt als Perfektionist: Kirill Petrenko (43)

Gilt als Perfektionist: Kirill Petrenko (43)

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Martin Hoffmann, Intendant der Philharmoniker, schmetterte fröhlich: „Heute ist ein toller Tag für uns, an dem wir alle ganz wunderbar froh sind.“ Strahlend bis zu den Ohren ergänzte Orchestervorstand Peter Riegelbauer, der Neue sei mit großer Mehrheit gewählt worden. Anfang Mai hatten sich die weltberühmten Philharmoniker einen ganzen quälend langen Tag nicht auf einen Nachfolger von Sir Simon Rattle einigen können.

Jetzt aber! Sonntagmittag habe man Petrenko in München, wo er Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper ist, angerufen. Er ließ ausrichten: „Ich umarme das Orchester.“ Das kennt Petrenko von drei gemeinsamen Auftritten. Gleich beim ersten, 2006, habe sich das Besondere angedeutet. „Die Frage war nicht: Gibt es ein nächstes Mal, sondern: Wie lange dauert es bis zum nächsten Mal.“

Vielleicht hat Petrenko eben ein Händchen für den Geschmack der Berliner. Schließlich war er von 2002 an fünf Jahre Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin. Opern prägen seine Arbeit. Auch in Zukunft? Petrenko sei künstlerisch sehr breit aufgestellt, hieß es jetzt dazu. Ab wann Kirill Petrenko in Berlin den Stock schwingt, ist Verhandlungssache. Bis 2018 läuft sein Vertrag in München, im gleichen Jahr läuft Rattles in Berlin aus. DÜBB

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