Silly-Frontfrau Anna Loos ist ganz klar gegen die Dröhnung der Tiefflieger über den Müggelsee. Die Band ist selber vom Fluglärm betroffen, ihr Studio in Münchehofe liegt an der neuen Route. Zu den rund 5000 Menschen Montagabend in Friedrichshagen sagte sie: „Toll, dass so viele da sind. Aber es müssen noch viel mehr werden. Vor allem bei der Großdemo am 10. September direkt am Flughafen Schönefeld.“ Auch da will die Sängerin wieder dabei sein. Und dann wird sie auch singen. Ihren neuen Song „Sag nicht ja ...“
Ein Silly-Mitglied griff aber in die Saiten – Bassist Jäcki Reznicek. Zusammen mit seiner Ex-Frau Lieselotte (einst bei der DDR-Frauen-Band Mona Lise) spielte er das Protest-Lied „Herr Wowereit“.
© Bernd Friedel Lizenz
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Kathrin Schneider, Chefin der Fluglärmkommission, scheinen solche Proteste nicht sonderlich zu beeindrucken. Selbst Menschenketten wie die Sonntag nicht. Sie verteidigte die Route über den Müggelsee, sagte gestern im RBB-Fernsehen: Bei den neuen Flugrouten ginge es darum, den Lärm auf mehrere Gebiete zu verteilen, um mehr Bürger mit weniger Lärm zu belasten. Mit dem Überfliegen der Müggelsee-Region würden man Erkner von Doppelanflügen entlasten. Schneider: „Wenn man genau hinschaut, stellt man fest: Es wohnen nicht so viele Menschen am Müggelsee.“ Herbe Worte für die Leute, die verzweifelt gegen den Lärm kämpfen... NKK/F.R.
Die Menschenkette am Müggelsee: Hier am Müggelhort wurde sie mit Booten über Wasser fortgesetzt.
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Mit Seilen verknüpft bildeten Kanus, Ruder- und Motorboote eine Kette.
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