Autofahrer erwarten Umwege
Für Autofahrer bringt die neue Verkehrsführung die stärksten Veränderungen mit sich. Künftig werden sie auf dem Weg von der Heinrich-von-Gagern-Straße Richtung Alt-Moabit nicht mehr an der Schweizer Botschaft entlang fahren und über die Willy-Brandt-Straße zur Moltkebrücke rollen. Stattdessen werden sie einen Umweg fahren müssen. Der führt im großen Bogen über die Konrad-Adenauer-Straße und die Kronprinzenbrücke bis zum Kapelle-Ufer – von wo die Autofahrer entlang der Spree zur Straße Alt-Moabit gelangen.
Schweizer Büro hat die Baupläne für Park erstellt
Der Spreebogenpark soll nach Plänen des Schweizer Büros Weber und Sauer vollendet werden. Vorgesehen ist, dass anstelle des Asphalts Bäume und Sträucher gepflanzt werden, außerdem sind Rasenflächen geplant. Die Straße am Bundeskanzleramt und an der Schweizer Botschaft soll nur noch für Autos offen sein, die dorthin fahren dürfen. Fahrradfahrer können jedoch passieren.
© Hecher
Die Umfahrung der Schweizer Botschaft ist ein Relikt aus der Zeit, als der Autotunnel unterm Tiergarten (1995 bis 2006) errichtet wurde. Der Durchgangsverkehr quälte sich damals oberirdisch durch den Spreebogen. Weil das Kanzleramt den Verkehr nicht direkt vor seinem Dienstsitz vorbeirollen lassen wollte, wurde die Umfahrung um die Botschaft angelegt.
Provisorium soll beendet werden
Die Fahrzeuge blieben so auf Distanz zur Regierungszentrale. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Dienstag, es sei „sachgerecht“, das Provisorium jetzt zu beenden. Die Bauarbeiten sollen „zeitnah“ beginnen. Mit der jetzigen Lösung wird die Vollendung der preisgekrönten Planung für ein Band des Bundes durch das Regierungsviertel immer unwahrscheinlicher.
Die Planung sah für die Fläche zwischen Paul-Löbe-Haus und Kanzleramt ein Forum vor, das ein Ort der Bürger werden sollte. Nun soll der Verkehr dort weiterrollen.
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