Feuerwehr im Großeinsatz

Nach Unwetter-Chaos: Jetzt rollen neue Gewitter mit Starkregen an!

Kaum ist das letzte Unwetter vorbei, warnen Meteorologen schon vor der nächsten Gewitterfront. Besonders im Norden drohen Sturm und Starkregen.

Foto von Autor/Autorin: Florian Thalmann
Lesezeit 4 Min
Am Freitag stürzte im Sturm am Bayrischen Platz in Berlin ein Baum auf ein auto. Nur einer von vielen Einsätzen: Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand Wetter aus.

Am Freitag stürzte im Sturm am Bayrischen Platz in Berlin ein Baum auf ein auto. Nur einer von vielen Einsätzen: Die Feuerwehr rief den Ausnahmezustand Wetter aus.

© Axel Billig/Pressefoto Wagner

Erst am Freitagabend bekam auch Berlin wieder eine ordentliche Ladung Unwetter ab: Sturm und heftiger Starkregen mit literweise Regen innerhalb kurzer Zeit sorgten für etliche Einsätze der Feuerwehr. Und es ist nicht vorbei! Auch wenn am Samstagmorgen die Sonne lacht, könnte im Laufe des Tages eine neue Gewitterwelle über Teile Deutschlands rollen. Wir verraten, welche Regionen betroffen sein sollen und mit welchen Wetterphänomenen wir rechnen müssen.

Feuerwehr rief Ausnahmezustand Wetter aus

Was für ein heftiges Unwetter! Vor allem der Regen erwischte Berlin am späten Nachmittag und Abend ordentlich, aber auch der Wind machte vor allem der Feuerwehr schwer zu schaffen. Großeinsatz! Die Einsatzkräfte hatten mit umgestürzten Bäumen, abgestürzten Ästen und anderen Schäden alle Hände voll zu tun. Der „Ausnahmezustand Wetter“ musste ausgerufen werden, rund 90 Einsatzkräfte kämpften sich am Nachmittag und Abend durch die Wetterlage.

Kehrt jetzt wieder Ruhe ein? Nein, leider nicht: Auch am Samstagmorgen warnt der Deutsche Wetterdienst nach einer Aktualisierung vor neuen Gewittern und Unwettern. Auf der Rückseite einer Kaltfront, die über Osteuropa liegt, strömt aktuell erwärmte Meeresluft nach Deutschland. „Sie gelangt am Wochenende von Westen unter Hochdruckeinfluss“, heißt es beim DWD. Die Folge: neues durchwachsenes Wetter.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den Baum von dem Auto heben.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten den Baum von dem Auto heben.

© Axel Billig/Pressefoto Wagner

Im Tagesverlauf soll es zunächst im Süden Deutschlands neue Gewitter geben, dabei ist wieder Starkregen mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter möglich. Außerdem breiten sich von der Nordsee aus neue Gewitter über den Norden Deutschlands aus. Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Kilometern pro Stunde sind möglich, aus Nordwest zieht auch kleinkörniger Hagel über das Land. Am Abend und in der Nacht soll die Gewitteraktivität dann aber nach und nach nachlassen.

Neue Gewitter in Berlin und Brandenburg möglich

Auch Berlin und Brandenburg bekommen davon laut Plan etwas ab. „Am heutigen Samstag vor allem im Norden und Nordosten einzelne kurze Gewitter mit stürmischen Böen und Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h sowie kleinkörnigem Hagel“, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. Hinzu kommt ordentlicher Wind, sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag. Wenn es zu Schauern kommt, seien auch Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. Am späten Abend soll sich das Wetter auch hier etwas beruhigen.

90 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren während des Unwetters in Berlin im Einsatz, kümmerten sich um die Schäden, die Starkregen und Sturm verursachten.

90 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren während des Unwetters in Berlin im Einsatz, kümmerten sich um die Schäden, die Starkregen und Sturm verursachten.

© Axel Billig/Pressefoto Wagner

Heftig könnte es aufgrund der größeren Nähe zur Küste auch in Mecklenburg-Vorpommern werden. Hier stehen am Nachmittag ebenfalls kurze Gewitter mit viel Regen, Sturm und Hagel an. Aber: Vor allem der Wind ist es, der über das Bundesland fegt! Bis zum Sonntagvormittag soll es hier Wind- und Sturmböen geben, teilweise mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Erst am Sonntag könnte der Wind im Tagesverlauf etwas nachlassen, so die Wetterexperten.

Sachsen und Thüringen bekommen keine neuen Gewitter

Weniger von den Gewittern ab bekommen die anderen Ost-Bundesländer. In Sachsen und Thüringen könnte es etwas Wind geben, neue heftige Unwetter stehen hier aber nicht auf dem Programm. Und in Sachsen-Anhalt könnte es zwar gewittern – das Risiko sei aber eher gering, heißt es. Wenn es zum Gewitter kommt, dann seien aber auch Sturmböen mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde möglich.

Ordentlich krachen könnte es übrigens in Schleswig-Holstein und Hamburg: Hier warnt der Deutsche Wetterdienst sogar vor lokal starken Gewittern mit heftigen Sturmböen und Hagel. Ab dem späten Nachmittag soll sich das Wetter aber wieder etwas bessern.

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