Zoff um den „Blankenburger Süden“ – und kein Ende in Sicht! Beim geplanten Mega-Quartier für rund 20.000 neue Bewohner kracht es wieder zwischen Bezirk und Senat. Diesmal geht’s um die Frage: Wie kommen die Menschen eigentlich in die Innenstadt?
Tram oder S-Bahn für 20.000 Menschen
Der Senat setzt auf eine verlängerte Tram M2, die das neue Viertel durchqueren soll – aber kurz vor dem S-Bahnhof Blankenburg stoppt. Die Tramlinie M2 soll dafür über Heinersdorf hinaus nach Norden verlängert werden. Nicht ausreichend, urteilen die Pankower: Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat jetzt per Beschluss klargemacht: Ohne direkte S-Bahn-Anbindung geht hier gar nichts, darüber berichtet der Tagesspiegel.
Ursprünglich sollte die M2 tatsächlich bis zum Bahnhof fahren. Doch dafür hätten bis zu 260 Grundstücke im Mischgebiet aus Einfamilienhäusern und Lauben weichen müssen. Nach massivem Widerstand stoppte die BVV das – und die Verkehrsverwaltung plante um. Ergebnis: Die Tram endet nun an der Kreuzung Heinersdorfer Straße/Blankenburger Pflasterweg, die S-Bahn bleibt außen vor.
Ein Teil des Gebietes, das als „Blankenburg Süden“ in Pankow als Neubaugebiet entwickelt werden soll.
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Für Pankow ist das ein Unding. Der Umstieg zur S-Bahn wäre die schnellste Verbindung ins Zentrum – und genau die fehlt jetzt. Deshalb fordert der Bezirk eine neue Planung, die den S-Bahnhof wieder einbindet.
Der erste Spatenstich für das Riesenprojekt ist für 2029 angesetzt. Das neue Stadtquartier zwischen Blankenburg und Heinersdorf ist aktuell das größte zusammenhängende Wohnungsbauprojekt in Berlin.
Im Blankenburger Süden – zwischen Malchow und Französisch Buchholz sind auf einer Fläche von 160 Hektar unter anderem Kitas, fünf neue Schulstandorte von der Grundschule bis zum Gymnasium, Gewerbeflächen, ein neuer Straßenbahnbetriebshof sowie Flächen für Sport und Erholung vorgesehen.
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