Neu im Kino

Zwei Prediger in geheimer Mission

Silence: Der neue Film von Martin Scorsese.

Albert Baer
Lesezeit 3 Min
Im Jahre 1638 reisen zwei junge Jesuiten-Priester nach Japan, um ihren früheren Mentor, zu finden.

Im Jahre 1638 reisen zwei junge Jesuiten-Priester nach Japan, um ihren früheren Mentor, zu finden.

© AP

Silence: Zwei Prediger in geheimer Mission

Die Story: Im Jahre 1638 reisen zwei junge Jesuiten-Priester (Andrew Garfield, Adam Driver) nach Japan, um ihren früheren Mentor, einen Pater (Liam Neeson), zu finden, der angeblich dem Glauben abgeschworen haben soll. Im Fernen Osten angekommen, müssen die beiden Geistlichen feststellen, dass die Christen dort einer furchtbaren Verfolgung durch die Regierung ausgesetzt sind, Gläubige geköpft und gefoltert werden.

Die Kritik: Dass eine Verfilmung des Romans „Schweigen“ vom japanischen Schriftsteller Shûsaku Endô jahrelang ein Herzensprojekt von Martin Scorsese („Departed – Unter Feinden“) war, wirkt nur auf den ersten Blick verwunderlich. Denn die Filme des Starregisseurs waren schon seit „Taxi Driver“-Tagen immer auch religiös geprägt. Doch die Story um die Jesuiten in Japan ist trotz der brillanten Bilder von Kameramann Rodrigo Prieto und den angemessen pathetisch dreinblickenden Darstellern ein zäher Brocken.

War Scorseses letzter Streich „The Wolf of Wall Street“ noch ein Geniestreich, in dem alles stimmte, kommt dieses Glaubensdrama um die brutale Christenverfolgung im Japan des 17. Jahrhunderts nicht so recht in die Gänge. Irgendwie sieht dieses Historienepos mit fast drei Stunden Länge aus wie eine „Apokalypse Now“-Variante im Bibelformat, in der sich Scorsese mehr für die Spiritualität interessiert als für einen straffen Spannungsbogen. 

Die Frau im Mond: Bauerntochter sucht Liebe

Die Story: Eine französische Bauerntochter wird mit einem Mann verheiratet, sehnt sich aber weiter nach der großen Liebe. Als sie in ein Sanatorium in den Alpen geschickt wird, lernt sie den im Krieg verwundeten André Sauvage kennen.

Die Kritik: In schöne Bilder kleidet Nicole Garcia ihren Schmachtfetzen, Marion Cotillard ist wieder bezaubernd.

Logan – The Wolverine

Die Story: Im Jahre 2029 sind die Mutanten nahezu in Vergessenheit geraten. Neue wurden schon seit langem nicht mehr geboren, die von früher sind tot oder stark gealtert. Wie Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) und Professor X (Patrick Stewart), die allmählich ihre Kräfte verlieren und ihr Dasein an einem verlassenen Flecken Erde nahe der Grenze zu Mexiko fristen.

Der gemeinsame Ruhestand der ehemaligen Helden in einer Welt ohne X-Men wird allerdings gestört, als eine mysteriöse Frau Logan bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern und diese in Sicherheit zu bringen. Bald schon muss der in die Jahre gekommene Krieger mit einem Bösewicht aus seiner eigenen Vergangenheit kämpfen.

Die Kritik: Regisseur James Mangold hat eine faustdicke Überraschung vorgelegt. Der zehnte Film der „X-Men“-Reihe ist ein Geniestreich, der sich als düsterer, intimer und spannender Abgesang auf den Kosmos der Mutanten entpuppt.

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