Neu im Kino

Leichen pflastern seinen Weg

Die Film-Highlights der Woche ....

BK
Lesezeit 3 Min
Niemand kann ihn stoppen: Der im Genlabor gezüchtete Agent 47 (Rupert Friend) zieht gegen das Verbrechersyndikat zu Felde und hinterlässt dabei jede Menge Leichen.

Niemand kann ihn stoppen: Der im Genlabor gezüchtete Agent 47 (Rupert Friend) zieht gegen das Verbrechersyndikat zu Felde und hinterlässt dabei jede Menge Leichen.

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HITMAN: AGENT 47 - Rupert Friend sorgt als grimmige Killer-Glatze für jede Menge Action

Die Story: Der im Genlabor erschaffene Profikiller Agent 47 (Rupert Friend, 33) soll den skrupellosen Syndikatsboss Le Clerq (Thomas Kretschmann, 52) stoppen, der eine Armee von Kampfmaschinen züchten will. Dafür aber braucht der Schurke einen verschwundenen Forscher, der weiß, wie man die Super-Soldaten konstruiert. Um an den untergetauchten Wissenschaftler heranzukommen, schleicht sich ein von Le Clerq ausgesandter Scherge (Zachary Quinto, 38 ) in das Leben von dessen Tochter Karia (Hannah Ware, 32). Doch Agent 47 steht schon parat.

Die Kritik: Bereits 2007 gab es in der französisch amerikanischen Koproduktion „Hitman – Jeder stirbt alleine“ den kläglichen Versuch, aus dem gleichnamigen Computerspiel einen Kinoreißer zu machen. Schon das war ein Schuss in den Ofen. Umso erstaunlicher dass Hollywood nun abermals den Hitman ausgebuddelt hat, denn im Grunde bietet auch der Neuaufguss nur Durchschnittskost. Gut, einige Actionszenen sind effektvoll inszeniert und Rupert Friend ist als grimmige Killerglatze besser als sein blasser Vorgänger Timothy Olyphant. Doch der Rest ist nicht der Rede wert.

DIE KALTHERZIGE KÖNIGIN - Das Märchen der Märchen: Ein schräges Sammelsurium an optischen Delikatessen

Die Story: Eine kaltherzige Königin (Salma Hayek, 48) mit einem Kinderwunsch, der nur dann erfüllt werden kann, wenn ihr Gemahl (John C. Reilly, 50) ihr das Herz eines Seeungeheuers zum Verspeisen bringt. Und ein anderer, liebestoller König (Vincent Cassel, 48), der der lieblichen Stimme einer unbekannten Schönen zu ihrer ärmlichen Hütte folgt, ohne zu ahnen, dass sie in Wahrheit alt und hässlich ist. Sowie noch ein König (Toby Jones, 48), der sich mehr für die Kunststücke seines Flohs interessiert als für das Wohl seiner Tochter.

Die Kritik: Diese drei bizarr königlichen Geschichten stammen aus der Märchensammlung des neapolitanischen Schriftstellers Giambattista Basile († 1632), die aus insgesamt fünfzig Erzählungen bestand, von denen sich später auch die Gebrüder Grimm inspirierten ließen. Und als ausgerechnet der rundum für seinen Mafiafilm „Gomorrha“ gelobte Matteo Garrone beim Festival in Cannes mit diesem verschwenderischen Märchenfilm anrückte, war die Filmwelt erstaunt. Über diese bildgewaltige wie verwegene Gaukelei, in der der römische Regisseur ein schräges Sammelsurium an optischen Delikatessen und Abscheulichkeiten auffährt. Dieser episodische Märchentrip ist nichts für kleine Kinder, aber wahrlich ein Erlebnis für Erwachsene. Dazu kommt noch eine Starbesetzung, die begeistert.

FRANK - Porträt einer Rockband

Die Story: Ein Keyboarder heuert bei einer Pop-Gruppe an, deren Sänger sich hinter einer Maske versteckt.

Die Kritik: Dass dahinter der deutsch-irische Michael Fassbender (38) steckt, macht dieses Band-Porträt auch nicht gewichtiger.

DER CHOR: STIMMEN DES HERZENS - Wunderknabe rebelliert

Die Story: Der strenge Chorleiter (Dustin Hoffman, 78) knöpft sich den rebellischen elfjährigen Stet (Garrett Wareing, 12) vor, der aber begnadet singen kann.

Die Kritik: Leider versinkt diese Wunderknaben-Mär in Klischees und Kitsch. Und Mr. Hoffman nervt richtig.

THE GALLOWS - Ein Geist schockt Teenies

Die Story: Vor 20 Jahren starb ein Schüler bei einer Aufführung. Nun sucht dessen Geist vier Teenies heim.

Die Kritik: Und noch ein Horrorgebräu, das mit Hokuspokus schocken möchte. Gruselig sind hier aber nur die verwackelten Bilder.

STRAIGHT OUTTA COMPTON - Hip-Hop-Band provoziert

Die Story: In den 1980er Jahren provoziert die Hip-Hop-Band N.W.A. mit ihren Songtexten. Doch der Streit ums Geld spaltet die Jungs.

Die Kritik: Wer in Erinnerungen über die Anfänge des Gangsta-Rap schwelgen will, sitzt hier in der ersten Reihe.

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