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Die Kleinen und die Bösen, French Women, Ricki & Co.

Die Film-Highlights der Woche ....

BK
Lesezeit 3 Min
Christoph Maria Herbst (l) als Bewährungshelfer Benno und Peter Kurth als Hotte

Christoph Maria Herbst (l) als Bewährungshelfer Benno und Peter Kurth als Hotte

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Die Kleinen und die Bösen: Bissige Sozialsatire mit C. M. Herbst

Die Story: Bewährungshelfer Benno (Christoph Maria Herbst, 49) hat es nicht leicht. Seine Frau (Anneke Kim Sarnau, 43) nervt ihn mit ihrem Babywunsch, und sein jüngster Klient, der Ex-Knacki Horst (Peter Kurth, 58) ist alles andere als geläutert. Der Choleriker neigt zu Wutausbrüchen, plant schon sein nächstes krummes Ding und pocht auf das Sorgerecht für seine beiden Kinder, weil er dafür das Kindergeld kassieren kann.

Die Kritik: Es sind vor allem die Schauspieler, die dieser Komödie ihren Stempel aufdrücken. Neben Christoph Maria Herbst, der sich hier mal eben nicht im Zynismus seines Stromberg sonnt, sondern das überzeugende Porträt eines unfruchtbaren Beamten bietet, glänzt Kurth als praller Proll mit knallrotem Kopp. Die beiden liefern sich schwarzhumorige Wortgefechte, bei denen man oft ins Schmunzeln kommt. Gut, Regisseur Markus Sehr (38, „Eine Insel namens Udo“) findet nicht immer die Balance zwischen derbem Humor und melancholischen Tiefschlägen. Die Schwachpunkte verzeiht man dieser sonst so bissigen Sozialsatire gerne.

French Women: Überdrehter Feminismus-Ulk

Die Story: Eine Karrierefrau (Vanessa Paradis, 42), die alle Männer in die Flucht schlägt. Eine vierfache Mutter (Géraldine Nakache, 35), die sich plötzlich in ihre Babysitterin verliebt. Eine freiheitsliebende Psychotherapeutin (Audrey Dana, 37), die sich nur mit verheirateten Kerlen einlässt. Eine brave Busfahrerin (Julie Ferrier, 43), die ihren langweiligen Ehemann verlässt. Ein schüchternes Mädel (Laetitia Casta, 37), das wegen seines nervöses Magens jedes Rendezvous unterbrechen muss. Und, und, und ...

Die Kritik: Gleich von elf Frauen und deren diversen Sehnsüchten, Macken und Ängsten im frühlingshaften Paris erzählt Schauspielerin und Regiedebütantin Audrey Dana in ihrem von vielen Kritikern verrissenen Episodenfilm. Unverständlich, denn ihr überdrehter, herzhaft unkorrekter Feminismus-Ulk hat richtig Unterhaltungswert. Klar, der Film klotzt voller Klischees und bekannter Situationen, aber es macht Laune, diesem Haufen aufgescheuchter Hühner zuzusehen. Das erinnert mitunter an Pedro Almodóvar (65) und seine „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“. Und das ist ja schon mal eine Hausnummer.

Ricki – Wie Familie so ist: Sängerin kehrt heim

Die Story: Nach 20 Jahren kehrt die alternde Rocksängerin (Meryl Streep, 66) zu ihrem Ex-Mann (Kevin Kline, 67) und ihren drei erwachsenen Kindern zurück.

Die Kritik: Gut, die Streep könnte wohl selbst eine Stehlampe überzeugend spielen. Aber auch die dreifache Oscar-Göttin kann diesen mauen Mix aus Lach- und Rührstück nicht retten.

Königin der Wüste: Kidman als Forscherin

Die Story: Die Engländerin Gertrude Bell (Nicole Kidman, 48) erforscht im frühen 20. Jahrhundert auf vielen Expeditionen in den Orient das Leben der Beduinen.

Die Kritik: Die Bilder in diesem Biopic über die Bell sind proper und der Kidman steht das Kamel ganz gut, aber der Erzählton des deutschen Regisseurs Werner Herzog (72) ist doch arg großväterlich.

The Transporter Refueled: Skrein lässt es krachen

Die Story: Weil sie seinen Vater entführt haben, kutschiert der Fahrer (Ed Skrein, 32) in Nizza drei Grazien herum, die sich mit der russischen Mafia anlegen wollen.

Die Kritik: Unser Jason Statham sitzt zwar beim vierten Mal nicht mehr am Steuer, aber ansonsten ist dieser Aufguss der Action-Reihe gar nicht mal so schlecht.

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