Creed – Rocky’s Legacy: Stallone fasziniert als Box-Trainer
Die Story: Rocky Balboa (Sylvester Stallone) ist baff, als Adonis (Michael B. Jordan) vor seiner Tür steht, der uneheliche Sohn seines früheren, mittlerweile verstorbenen Gegners und Freundes Apollo. Der junge Mann hat seinen Job bei einem Finanzunternehmen geschmissen, um wie sein Papa Profiboxer zu werden. Und Rocky soll ihn für den Ring fit machen. Doch Balboa hat mit dem Boxen abgeschlossen und weigert sich erst, dem Fighter zu helfen.
Die Kritik: Worauf das hinausläuft, kann man sich natürlich leicht zusammenreimen. Schon 2006 bei „Rocky Balboa“, dem bislang letzten Teil der Reihe, war man zu Tränen gerührt, als Stallone als gebrochener Held glänzte, der den Krebstod seiner Frau verkraften muss und alten Zeiten nachtrauert. Und das ist diesmal nicht anders: Regisseur Ryan Coogler („Nächster Halt: Fruitvale Station“) serviert uns den schönen wie krönenden Abschluss der Boxer-Saga, in dem der mittlerweile 69-jährige Stallone selbst zum Coach wird und mit melancholischem Blick unsere Herzen erobert. Man kann nur die Daumen drücken, dass der schauspielerisch stets unterschätzte Stallone für diesen denkwürdigen Auftritt nach dem Golden Globe auch den Oscar erhält.
Die Winzlinge – Operation Zuckerdose
Die Story: In den Resten eines Picknicks finden schwarze Ameisen eine Zuckerdose, in der ein Marienkäfer haust. Vereint verteidigen sie ihre Beute gegen rote Ameisen.
Die Kritik: Es geht richtig rund im Gras: Hinreißend herzig ist dieser irrwitzige Kino-Ableger der französischen Animationsserie „Minuscule“.
The Big Short
Die Story: New York 2005, Wall Street: Ein Hedgefonds-Manager (Christian Bale) wettet mit einem Bankmakler (Ryan Gosling), einem Analysten (Steve Carell) und einem Ex-Börsen-Guru (Brad Pitt) auf den Zusammenbruch des Systems.
Die Kritik: Eine zackige Zockersause mit scharfzüngigen Dialogen.
Mademoiselle Hanna und die Kunst Nein zu sagen
Die Story: Die algerisch-stämmige Personalchefin entschädigt Kerle, die sie entlassen muss, mit Sex. Und ihrem Bruder, dem religiösen Eiferer, will sie eine Niere spenden.
Die Kritik: Klingt kurios, ist aber köstlich: Die französische Regisseurin Baya Kasmi mixt Komik und Tragik zu einer charmanten Komödie um eine allzu freundliche Frau.
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