Neu im Kino

Birdman +++ John Wick +++ Fünf Freunde

Die Film-Highlights der Woche.

BK
Lesezeit 3 Min
Dem Ex-Star (Michael Keaton) sitzt „Birdman“ im Nacken ...

Dem Ex-Star (Michael Keaton) sitzt „Birdman“ im Nacken ...

© AP Lizenz

Birdman - Eine ätzende Satire aufs Showbusiness in den USA

Die Story: Der alternde Schauspieler (Michael Keaton, 63) wurde einst als Leinwand-Superheld „Birdman“ berühmt. Doch dann wurde es ruhig um ihn. Nun will er sein Comeback geben, als Regisseur eines Broadway-Bühnenstücks. Doch leichter gedacht als getan: Denn sein Hauptdarsteller (Edward Norton, 45) nervt, seine Tochter (Emma Stone, 26) hat Probleme, und dann rückt ihm auch noch ständig sein Alter Ego Birdman auf die Pelle.

Die Kritik: Der hochgelobte Alejandro González Iñárritu (51, „Babel“) könnte wohl auch den Alltag einer Stehlampe verfilmen, und die Kritiker lägen ihm trotzdem zu Füßen. Nun hat der mexikanische Regisseur die Karriere von Keaton (auch bei ihm ging es nach „Batman“ bergab) als Aufhänger für eine ätzende Satire aufs Showbusiness genommen, in der die Darsteller alles geben, die Story einen aber kaltlässt. Den Oscar-Organisatoren jedoch gefiel diese schwer verdauliche Nabelschau: Der Film erhielt neun Nominierungen.

Fünf Freunde, IV - Auf nach Ägypten!

Die Story: Im fernen Ägypten stoßen George, Julian, Dick, Anne und Hund Timmy auf ein altes Amulett sowie eine skrupellose Geheimloge, deren Mitglieder über Leichen gehen.

Die Kritik: Auch in der vierten Ausgabe seiner alljährlichen „Fünf Freunde“-Filme setzt Regisseur Mike Marzuk (45) auf die bewährten Zutaten. Das ist zwar alles temporeich inszeniert, aber irgendwie fehlt immer noch der Zauber der literarischen Vorlage.

John Wick - Keanu Reeves ballert los

Die Story: Ein Ex-Profikiller (Keanu Reeves, 50) kehrt nach dem Tod seiner Frau und einem Einbruch in sein Haus zurück in die Unterwelt. Auf einem Rachefeldzug schießt oder sticht er so ziemlich jeden Menschen nieder, der sich ihm in den Weg stellt.

Die Kritik: Was die früheren Stuntmacher David Leitch und Chad Stahelski in ihrem rotzigen Regiedebüt an Action auffahren, kann sich sehen lassen. Reeves entfacht dabei ein blutiges Bleispektakel.

Da muss Mann durch - Zur Mama nach Mallorca

Die Story: Paul (Wotan Wilke Möhring, 47, l.) verknallt sich in Lena (Julia Jentsch, 36, r.) und reist mit ihr nach Mallorca zu deren reicher Mutter, die aber von ihm wenig angetan ist.

Die Kritik: Schon der erste Teil „Mann tut, was Mann kann“ war nicht gerade ein Juwel im deutschen Komödiengewerbe. Die Fortsetzung ist zwar etwas besser und auch witziger als der Vorgänger, aber die Handlung steckt immer noch voller betagter Klischees.

Black Sea - Die Gier nach Gold

Die Story: Der U-Boot-Kapitän (Jude Law, 42) sucht mit seiner Besatzung im Schwarzen Meer nach einem Wrack, in dem Nazi-Gold liegen soll. Bald macht sich an Bord Gier breit.

Die Kritik: Leider ertränkt Regisseur Kevin Macdonald (47, „Der letzte König von Schottland“) sein Manöver aus Unterwasser-Thriller und Schatzsuche-Abenteuer in Klischees, die man aus etlichen anderen U-Boot-Filmen kennt. Da geht jegliche Spannung baden.

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