Karl Heinz Hoffmann (73), in den 70er Jahren Gründer der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann, züchtet heute auf einem Schloss in Sachsen Bioschweine, wie „Report München“ herausfand. Nazis und Ökobewegung – wie passt das zusammen? Offenbar ziemlich gut, wie der Blick zurück zeigt.
Schon SS-Reichsführer Heinrich Himmler war studierter Landwirt und Anhänger des organisch-dynamischen Landbaus. Im KZ Dachau ließ er extra dafür von Häftlingen Versuchsfelder anlegen.
Und auch Baldur Springmann, Öko-Bauer und Ende der 70er Jahre Gründungsmitglied der Grünen, verlor sich später in völkisch-esoterischer Religiosität. „Der Grundgedanke ist hier tatsächlich: Umweltschutz ist Heimatschutz ist Volksschutz. Also eine durch und durch Blut- und Bodenideologie, die dann in der ökologischen Thematik ganz zum Tragen kommt“, so der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit in „Report München“.
Michael Weiss zeigt rechtsradikale Kleidungsstücke mit Geheimzahlen.
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28 steht für den zweiten und den achten Buchstaben im Alphabet, B und H – Blood and Honour“. Auf Deutsch: „Blut und Ehre“.
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Hier wird auf die 168 Todesopfer des Oklahoma-Bombers angespielt.
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Auch in Mecklenburg-Vorpommern versucht die NPD, mit Umweltthemen Menschen an ihre Wahlkampfstände zu locken. „Umweltschutz ist Heimatschutz“ – so die Taktik. Die Autonomen Nationalen Sozialisten aus Schleswig-Holstein haben eine Tier- und Umweltschutz-Kampagne gestartet und dabei Symbole der Umweltbewegung dreist kopiert.
Bei „Biopark“, einem großen Zertifizierer für Bio-Produkte, hat „Report“ mehrere Bauern mit NPD-Parteibuch ausgemacht.
„Es macht mich nicht nur wütend, sondern betroffen, dass Rechtsradikale versuchen, ein zentrales, demokratisches und interkulturelles Anliegen für ihre durchsichtigen Zwecke zu missbrauchen“, empört sich Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz.
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