Nazi-Schatten auf dem BER

Sarah Kuttner sorgt für Wirbel im Netz

Moderatorin Sarah Kuttner postete ein Foto von einem Bürohaus am Pannen-Airport

FLORIAN THALMANN
Lesezeit 2 Min

Auf dem Bild ist ein Stück einer Fassade eines Gebäudes am BER zu sehen – mit skurriler Deko: Sind das wirklich SS-Runen?

Die glaubte wohl zumindest Sarah Kuttner (36) zu erkennen. „Dies schickte man mir gestern vom Flughafen BER“, schrieb die Berliner Moderatorin zu dem Bild. „Deko-mäßig eher bedenklich. Aber wird ja eh nie jemand sehen.“ Die Twitter-Nutzer diskutierten deftig. „Das ist ein Trafohaus und das sind die Stromsymbole“, schrieb einer. Ein anderer: „BER hat kein Geld, zur Kostensenkung wurde Baumaterial verwendet, das Adolf für seine neue Reichshauptstadt produziert hatte.“ Andere meinten, eine Fälschung zu erkennen.

Aber: Was ist es denn nun? Der KURIER lüftet das Geheimnis: Auf dem Foto ist ein Bürogebäude am BER zu sehen, sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel. An der Fassade sind Metallstifte angebracht, die eigentlich zur Befestigung von Schriftzügen dienen sollten. Fällt die Sonne aus einem bestimmten Winkel auf diese Stifte, entstehen besondere Schatten – manchmal sind an der Fassade deshalb die blitzförmigen S-Formen zu sehen. Also: Zum Glück nur ein Lichteffekt!

Es ist nicht der erste, der in Berlin für Wirbel sorgt. Als „Rache des Herrn“ wurde vor der Wende ein Licht-Schauspiel am Fernsehturm bekannt. Scheint die Sonne, reflektiert die Turmkugel das Licht in Kreuzform. Das, so die Legende, sei Gottes Revanche für die Diskriminierung kirchlicher Einrichtungen durch das DDR-Regime.

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