Die Fußballweltmeisterschaft hat mal wieder gezeigt, dass es nicht ausreicht, Fußballgenies und Weltklassespieler zu haben, sondern dass sie ein Team brauchen, in dem sich ihre Fähigkeiten entfalten können. Lukas Podolski ist beim 1. FC Köln im falschen Verein und Arne Friedrich zusammen mit den traurigen Gestalten von Hertha BSC in die 2. Liga abgestiegen. Auch in der Politik nützen die besten Köpfe nicht viel, wenn sich ihr Verein in einem desolaten Zustand befindet; siehe Jürgen Rüttgers und sein Mitarbeiter-Team in der NRW-Landesgeschäftsstelle. Ein gutes Team ist vor allem ein motiviertes Team. Seit 1994 ist laut AOK die Zahl der psychisch Kranken um 75 Prozent gestiegen. Nackter Wettbewerb und Mobbing sind offensichtlich die Hauptursachen. Minijobs, befristete Arbeitsverträge, Leiharbeit tun ein Übriges. Schon vor 40 Jahren stellte der Philosoph und Sozialpsychologe Erich Fromm die Frage: "Müssen wir kranke Menschen produzieren, um eine gesunde Wirtschaft zu haben?"Wahrscheinlich ist, dass auf die Dauer auch die Wirtschaft krank wird - die Qualität leidet, und der Abstieg in die 2. Liga droht. Aber gilt nicht "das Recht des Stärkeren?" Doch Charles Darwins Erkenntnis lautete anders: Survival of the fittest, d. h. derjenige hat Erfolg, der aus seinen Fähigkeiten und den der anderen das Beste machen kann. Mit Sicherheit bewirken soziales Verhalten und ein freundlicher Umgang der Menschen untereinander bessere Lebens- und Leistungsbedingungen als der totale Kampf jeder gegen jeden.
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