Nachwuchs im Tierpark

Nenn mich Tiger, Baby!

Ein ganzes Raubkatzen-Quartett wurde geboren.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Da sind sie, die vier Tigerchen vom Tierpark. Ganz eng liegen sie in der Wurfhöhle zusammen. 

Da sind sie, die vier Tigerchen vom Tierpark. Ganz eng liegen sie in der Wurfhöhle zusammen. 

© Tierpark Berlin

Gleich vier auf einen Streich: Die Raubkätzchen sind für Tiger-Mama Mayang (7) und Tiger-Papa Harfan (10), die aus Indonesien stammen und seit 2013 im Tierpark leben, der erste Nachwuchs. 

Vom Aussterben bedroht 

Die zwei Weibchen und zwei Männchen wurden bereits am 4. August geboren. Die Tigerchen werden in der Wurfhöhle hinter dem Gehege liebevoll von der Mama umsorgt. Sie sind gerade einmal so groß wie Kaninchen. Ausgewachsene Sumatra-Tiger können bis zu 2,50 Meter lang und bis zu 140 Kilogramm schwer werden.

Wenn jemand stört, wird kräftig gefaucht.

Wenn jemand stört, wird kräftig gefaucht.

© Tierpark Berlin

Die Geburt der Tiger-Babys im Tierpark ist etwas ganz Besonderes. Denn diese Raubkatzen sind vom Aussterben bedroht. Nur etwa 350 bis 450 Exemplare leben noch in den Regenwäldern Sumatras. „Da ist natürlich jeder Nachwuchs ein echtes Geschenk“, sagt Tierpark-Chef Andreas Knieriem.

Erster Ausflug im Oktober

Und noch etwas ist besonders: Die Tigerchen kamen quasi auf einer Baustelle zur Welt. Denn das Alfred-Brehm-Haus wird gerade zur neuen Regenwald-Welt umgebaut, die nächstes Jahr fertig sein soll und in der auch die Sumatra-Tiger samt Nachwuchs leben werden. Die Kinderstube mit Mama und den Babys liegt allerdings in einem externen Bereich des Gebäudes, dort werden die Tiere von Bohr- und Hämmer-Geräuschen nicht gestört.

Besucher bekommen die Kleinen aber leider noch nicht zu sehen. Erst wenn die Tigerchen auf den Pfoten gut laufen und Mama Mayang sicher folgen können, dürfen die Jungen mit dem Muttertier hinaus in das Außengehege mit Felsenlandschaft und Wassergraben. Ihr erster Ausflug könnte Anfang Oktober stattfinden.

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