Fußball, ein Rest bleibt immer unerklärlich. Dann versuchen wir Journalisten, es als Wunder zu beschreiben. Gegen dieses Wort wehrt sich Herthas Trainer Pal Dardai, wenn er auf den Höhenflug seines Teams angesprochen wird. „Wunder ist Quatsch, das ist das Resultat harter Arbeit“, sagt der Ungar. Deswegen – bei all der berechtigten Feierlaune – noch mal ein fieser Rückblick: Was war vor zwölf Monaten? Es gab am 21. Dezember eine 0:5-Heimblamage gegen Hoffenheim. Es war das vorweggenommene Ende der Ära Jos Luhukay. Es waren bittere Weihnachtstage für alle Blau-Weißen. Der Holländer konnte keine Impulse mehr setzen. Weil er selbst verkrampfte, bewegte sich auch nichts mehr im Team und die Rückrunde startete mit zwei Niederlagen. Der Rest ist schon wieder Geschichte. Der junge Coach Dardai übernahm mit Rainer Widmayer, der wirklich mehr als nur ein Assistent ist, und beide fanden die Mischung aus Spaß, Leichtigkeit, Ernsthaftigkeit und Fleiß. Die Saat geht jetzt auf. Heute können alle dieses letzte Heimspiel 2015 genießen – ganz anders als 2014.
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