Nachschuss

Wer nicht aufsteigen will, muss tapfer sein

Ein Plakat brachte das ganze Dilemma der Eisernen auf den Punkt.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Damir Kreilach scheint nach seinem 2:0 Siegtreffer schon mal in Super-Aufstiegslaune zu sein. 

Damir Kreilach scheint nach seinem 2:0 Siegtreffer schon mal in Super-Aufstiegslaune zu sein. 

© dpa

Ein Plakat nach Schlusspfiff brachte das ganze Dilemma, in dem die Eisernen nun stecken, scherzhaft auf den Punkt. „Scheiße ...“ stand da, gefolgt von den Worten „wir steigen auf“. Ein harter Schlag, für wahr. Zumindest für die Teile der Union-Fanlandschaft, die sich in Liga zwei so zu Hause fühlen, dass sie gar nicht ins Fußball-Oberhaus wollen. Mit all diesen Werksmannschaften und Emporkömmlingen wollen sie gar nichts zu tun haben. Auch nicht mit der dort geforderten Versitzplatzung der Stadien. Pfui, Deibel.

Die Angst vor einer nachhaltigen Veränderung des Klubs durch das Big Business plagt sie zudem. Diese Fraktion, die mit AJ, wie es in Unionerkreisen liebevoll genannt wird – Aufstieg jetzt –, nichts zu tun haben will, muss nun ganz tapfer sein. So wie Union aufgetreten ist, müssen sie mit dem Schlimmsten – eben dem Aufstieg – rechnen. Genug des Scherzens.

Der überwiegende Teil der Rot-Weißen fiebert diesem Moment mit jeder Faser seines Herzens entgegen. So gereift wie sich die Mannschaft in der Rückrunde zeigt – man vergleiche nur die beiden Siege in Unterzahl, das 2:1 in München in der Hinrunde und das 2:0 am Freitag –, so ist der Klub in den letzten Jahren im Umfeld und in den Strukturen gewachsen. Bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. Und sei es, scheiße noch mal, in Liga eins.

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