Ich gebe es ganz offen zu. Ich mag Salomon Kalou. Der Ivorer ist ein lässiger Typ, immer cool und freundlich. In den hitzigen Diskussionen am Stammtisch, am Spielfeldrand oder in der Redaktion, um seinen fußballerischen Wert für Hertha BSC, versuche ich ihn gegen die ewigen Nörgler, Zweifler und Schlechtredner zu verteidigen.
Denen kann er es eh nicht mehr recht machen. Warum ich das tue? Irgendwie hoffe ich immer, dass Kalou diesen Glanz, den sein großer Name versprüht, doch noch konstant auf den Platz bringt. Ich sage dann Sachen wie: Kalou ist kein echter Mittelstürmer, er wird nur unzureichend von seinen Kollegen bedient. Oder: Es muss in seinem Kopf einfach nur Klick machen.
Aber nach solchen Spielen wie gegen Bremen, wenn Kalou wieder nicht richtig zum Kopfballduell hochsteigt, abwinkt und wie ein Schluck Wasser über das Feld schlurft, widerspreche ich niemandem, der sagt: Sich auf Kalou zu verlassen, wäre Wahnsinn. Ich mag den Mann, aber Hertha braucht dringend Alternativen.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com