Unfassbar diese Zeiten als Hertha-Fan. Unfassbar schön. 29 Punkte eine Partie vor Hinrunden-Ende. Eine Mannschaft die kämpft und rennt und Spaß dabei hat. Spaß, der sich auf jedes Mitglied der blau-weißen Familie überträgt.
Lesen Sie mal, was mir in den letzten Wochen so passiert ist: Da war das Ding an der Eberswalder Straße. Die M1 fuhr mir wieder mal vor der Nase weg – doch dann hielt sie an und der Schaffner grüßte aus dem Fenster: „Für Hertha-Fans halte ich gerne noch mal an.“
Oder die Sache mit meinem Vermieter: Keinerlei Diskussionen um die dringend notwendigen Reparaturen in Bad und Küche. Alles erledigt in drei Tagen„Sonderservice für Hertha-Fans.“
Oder meine Steuererklärung. Ich hatte Unterlagen zu besonderen Aufwendungen vergessen. Alles erstattet. „Hertha-Fans glauben wir immer.“
Und dann abends in meiner Stammkneipe. Die beiden bildhübschen Mädels, Schwestern wie ich erfuhr, machten mir in ihrer Mitte einen Platz frei. „Setz Dich zu uns, Du bist doch Hertha-Fan. Wir haben schon einen Whiskey für dich bestellt.“
Ja, okay, alles nur erfunden. Aber eines ist wahr. Hertha spielt unter Pal Dardai eine Giganten-Saison, die mir jeden Tag die Sonne auf die Seele scheinen lässt. Dardai buchstabiert sich übrigens genau so: Das Alles Riecht Doch Absolut International.
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