Vorneweg trotz der Schlafpillen-Einlage zum Abschluss gegen Bayer: Glückwunsch, Hertha, zu einer für blau-weiße Verhältnisse grandiosen Saison mit einer vor der Spielzeit nicht von jedem Experten prophezeiten Platzierung. Rang 6 ist toll, er ist aber auch Verpflichtung und kann zu einer echten Belastung werden.
Manager Preetz und Trainer Dardai wissen bei aller Freude und Anerkennung der Leistung genau: Platz 6 kam zustande, weil Hertha lange am oder sogar über dem eigenen Limit spielte. Und weil die weitaus finanzkräftigere Konkurrenz noch länger unter ihren jeweiligen Möglichkeiten blieb.
Klar ist auch: Noch so ein Murks-Jahr werden (und können) Leverkusen, Schalke, Gladbach, Wolfsburg (vorausgesetzt, die Relegation geht nicht in die Hose) nicht hinlegen. Zumal sie alle keinen Stress in Europa haben und so immer schön ausgeruht und optimal vorbereitet in die Bundesliga-Wochenenden gehen können.
Wie hart Europa sein kann – fragen Sie mal in Mainz oder Augsburg, die eher Herthas Kragenweite sind, nach. So groß der Stolz aufs Erreichte auch ist: Erst wenn Hertha trotz Europa 2017/18 eine sorgenfreie Bundesliga-Saison hinlegt, gibt es wirklich Grund zum Jubeln.
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