Claudia Pechstein hat es (wieder einmal) allen gezeigt. Und sie hat recht: Dieses Urteil gegen die verrückt gewordenen Dopingjäger in ihrem Eisschnelllaufverband sowie beim CAS ist für das große Ganze vielleicht noch einen Tick wertvoller als ihre zig Medaillen. Obwohl davon fünf sogar in Olympischem Gold strahlen.
Doch Sportstars gibt es immer wieder. Menschen aber, die gegen Ungerechtigkeit kämpfen, obwohl sie nicht einmal die Chance eines Schneeballs in der Hölle haben, gibt es wenige. Viel zu wenige. Pechi hat uns allen gezeigt, dass man sich nicht demütigen, abstrafen und vernichten lassen muss. Dass Kampf sich lohnt. Das ist ihr Triumph und der ihres Teams.
Ihr Manager und Freund Ralf Grengel und dann ab dem Kennenlernen ihr neuer Lebenspartner Matthias Große – zwei grandiose, furchtlose Dampframmen für die gerechte Sache. Ihre Anwälte – beeindruckende Fachleute. Ihre Familie – genau so muss Liebe funktionieren. All jene, die den Rücken für Pechi durchgedrückt und ihr zur Seite gestanden haben – Chapeau!
Manchmal glauben wir, dass wir unsere hektische, brutale Welt gar nicht mehr begreifen können. Dann werden wir mutlos. Lassen Dinge passieren, gegen die wir früher mit allem Recht aufbegehrt hätten. Claudia Pechstein hat uns bewiesen, dass das immer noch geht. Danke, Pechi, von ganzem Herzen!
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