Skrzyb-Skrzyb-Hurra! Tschuldigung, der musste heute aus Union-Sicht einfach mal sein. Hat jemand einen Spitzenreiter gesehen in Köpenick? Ich nicht. Und wenn, hätte ich den eher bei den Hausherren verortet, denn bei den Gästen aus dem Rheinland. Die Fortuna gefiel sich eher darin, nach leichtesten Berührungen auffällig oft zu überprüfen, ob die Rasenheizung funktionierte. Musste die Eisernen zum Glück nicht kümmern.
Die glänzten mehr als Team. Himmel, was für ein Unterschied zu den letzten Wochen, in denen zwar nicht alles schlecht gewesen war, aber vieles eben doch nicht gut. Ein Skrzybski mit ’nem Doppelpack. Ein Polter, der sein Dutzend vollmachte. Ein Felix Kroos mit einer Präsenz, die wir uns seit Monaten von ihm gewünscht hatten, wo man in Tränen ausbrechen möchte, dass er nächste Woche gesperrt ist. Und dazu ein Oldie wie Michael Parensen, der hinten unermüdlich rackerte und vorne ungewohnte Akzente setzte. Viel fehlte nicht und er hätte seinen siebten Zweitligatreffer erzielt.
Acht Spiele fehlen Unions Zweitligarekordspieler noch, um die 200er-Marke zu knacken. Das sollte ihm gelingen. Und wer jetzt mahnend den Zeigefinger hebt und sagt, nach nur einem Sieg soll nicht gleich wieder die große Euphorieklaviatur angeschlagen werden, der hat ja Recht. Aber nach all diesen Wochen ist das einfach nur ein Moment zum Genießen.
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