Es waren nur gute 45 Minuten und es war auch nur ein Torschuss. Aber es war das Debüt von Herthas neuem und zurzeit einzigem echten Mittelstürmer.
Vedad Ibisevic verkörpert den Typ Knipser, den bulligen Kämpfer und Strafraum-Alarmmacher, den Trainer Pal Dardai sich, nach dem Aus von Julian Schieber, so sehnlich gewünscht hat, um seine verschiedenen Variationen von Fußball umsetzen zu können.
Die Telefondrähte glühten während des Transferfensters heiß: Anthony Modeste wurde wieder gehandelt, zu teuer. Sogar Kevin Kuranyi war im Blickfeld.
Wichtig war nur Qualität: Echter Neuner! Der ablösefreie Neuzugang Ibisevic ist genau das. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Sami Allagui (bis Jahresende verletzt) und auch Salomon Kalou sind das eben nicht.
Ihnen fehlen auch die Power und der Körper für die Kämpfe im Fünfer. Noch kann und sollte man aber nicht zu viel von Ibisevic erwarten.
Stuttgart ließ ihn versauern, sein letzter Liga-Treffer war vor fast 20 Monaten. Aber Dardai hat gesagt, dass er ihn hinkriegt, lobt seine Persönlichkeit und Präsenz.
Entspricht der fünftbeste Torjäger aller aktiven Bundesligaspieler den Erwartungen, ist er genau das Puzzleteilchen, das Dardai unbedingt haben wollte.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com