Nachbesserung gefordert

Mietpreisbremse gilt nur für 60% aller Wohnungen

Erstmals gibt es konkrete Zahlen: 87 Prozent der freifinanzierten Mietwohnungen überschreiten die ortsüblichen Vergleichsmieten in Berlin im Schnitt um 2,50 Euro pro Quadratmeter.

Cornelia Schmalenbach
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Reiner Wild vom Berliner Mieterverein fordert Nachbesserungen.

Reiner Wild vom Berliner Mieterverein fordert Nachbesserungen.

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Sie kosteten im Durchschnitt 8,18 Euro pro Quadratmeter (nettokalt). Im Vergleich: Die ortsübliche Vergleichsmiete beträgt gemäß Berliner Mietspiegel 5,54 Euro/qm. Besonders groß ist die Differenz bei Altbauten bis 1919, vor allem innerhalb des S-Bahnrings: Hier kostet der Quadratmeter im Schnitt sogar drei Euro mehr.

„Der Vergleich macht deutlich, dass eine Kappung der Mitten bei Wiedervermietung dringend geboten ist“, sagte Reiner Wild vom Berliner Mieterverein. Die geplante Preisbremse soll bei Neuvermietung verhindern, dass die Miete mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Bei drei von vier Wiedervermietungen könnte die Mietpreisbremse theoretisch wirken. Der bisherige Entwurf sieht jedoch etliche Ausnahmen vor, nach denen mehr als 40 Prozent der neuen Mietverträge von der Preisbremse ausgeschlossen sind. Wild: „Hier muss dringend nachgebessert werden.“

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