Nach Verfolgungsjagd

Audi fliegt in Landwehrkanal

Die drei Insassen können sich ans Ufer retten.

Philippe Debionne
Lesezeit 2 Min
Taucher am Unglückswagen.

Taucher am Unglückswagen.

© Pudwell

„Nach derzeitigem Ermittlungstand fiel Polizisten um kurz vor Mitternacht ein Audi auf, der an der Kreuzung Schillstraße Ecke Kurfürstenstraße eine rote Ampel missachtete“, so ein Polizeisprecher. Die Beamten beschließen daraufhin, den Fahrer des Wagens zu kontrollieren. Doch der gibt Gas – Vollgas.

Mit quietschenden Reifen braust der 21-Jährige davon, donnert erst die Kurfürsten-, dann die Keithstraße entlang. An der Kreuzung zum Lützowufer will der Asphalt-Rambo nach links abbiegen – und unterschätzt die Kraft des Audi-Motors dabei gehörig. Er kommt von der Straße ab, kracht mit Wucht durch einen Schutzzaun und segelt in den Landwehrkanal.

„Alle drei Insassen im Alter von 16, 17 und 21 Jahren wurden dabei leicht verletzt, konnten sich aber selbstständig aus dem Wagen befreien und ans Ufer retten“, so der Sprecher weiter. Hier warten bereits Polizei und Feuerwehr, die die tropfnassen Raser in Empfang nehmen. 

Der Audi konnte geborgen werden

Während der 16-Jährige direkt in ein Krankenhaus gebracht wird, werden seine Kumpane in ein Polizeifahrzeug gesetzt – um kurz darauf wieder herausgeholt und von Polizisten bewacht auf eine Mauer verfrachtet zu werden. Der Grund laut einem Augenzeugen vor Ort: „Ansonsten wären die Sitze in dem Polizeiwagen völlig durchnässt worden, und das wollten die Beamten verständlicherweise nicht.“

Die Feuerwehr kümmert sich unterdessen um den im Landwehrkanal versunkenen Audi. Mit Unterstützung von Tauchern und einem schweren Kran gelingt es schließlich, den Wagen zu bergen und an Land zu hieven. Anschließend wird er beschlagnahmt. Jetzt ermittelt die Polizei die Hintergründe der Flucht.   

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