Nach der VAR-Sabotage durch einen Ultra-Fan von Preußen Münster beim Spiel gegen Hertha BSC hat der Kontrollausschuss des DFB am Montag ein Ermittlungsverfahren gegen Preußen eingeleitet. Die Strafe wird gnadenlos gegen den kleinen Klub werden.
Preußen Münster sucht den Täter
Ein vermummter Ultra war bei der VAR-Überprüfung wegen eines Elfmeters für Hertha BSC über den Zaun gesprungen und zog den Stecker des Schiri-Monitors, als der Unparteiische Felix Bickel die Szene noch mal selbst überprüfen wollte. Der Bildschirm war plötzlich schwarz und der Schiri musste sich auf das Wort von VAR-Assistentin Katrin Rafalski verlassen, die den unstrittigen Strafstoß im Kölner Videokeller erkannt hatte.
Als Schiri Felix Bickel sich die Elferszene anschauen wollte, war der Bildschirm schwarz und der Ultra-Saboteur flüchtete zurück in den Preußen-Fanblock.
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Preußen Münster entschuldigte sich postwendend für den Sabotageakt: „Wir werden alles daransetzen, den oder die Täter zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. Außerdem werden umgehend Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Vorfälle für die Zukunft auszuschließen.“ Der Klub will Schadensbegrenzung betreiben, denn es droht eine DFB-Strafe, die im Bereich von 250.000 Euro liegen könnte – plus Geisterspiel.
DFB verdonnerte Magdeburg zu 186.000 Euro Strafe
Denn der DFB setzt seine Knallhart-Linie bei Fanausschreitungen weiter fort. Zuletzt wurde der 1. FC Magdeburg wegen Pyro-Feuerwerk und Fan-Randale beim Spiel gegen Dynamo Dresden zu 186.000 Euro Geldstrafe verdonnert, dazu noch zwei Heimspiele mit Teilausschluss der Fans.
Hertha-Trainer Stefan Leitl ahnte schon nach dem Abpfiff, dass es ein teures Nachspiel für Preußen Münster geben könnte: „Ich würde mir wünschen, dass die Konsequenzen für die Münsteraner nicht zu groß sind, dass es aufgeklärt wird und keine weiteren Strafen kommen. Aber das geht einfach nicht. Man kann die VAR-Technik mögen oder auch nicht. Aber man muss dafür sorgen, dass solche Dinge nicht passieren.“
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