Nach Unwetter in Tiflis

Zoo-Tiere machen Stadtbummel

Kein Elefant im Porzellanladen, dafür ein Nilpferd vor einem Uhrengeschäft: In der georgischen Hauptstadt Tiflis sind nach schwerem Unwetter mit Überschwemmungen mehrere Zoo-Tiere aus ihren Gehegen ausgebüxt.

Daniel Lehmann
Lesezeit 2 Min
Ein Nilpferd nutzt den Ausflug, um sich über neue Uhrenmodelle zu informieren.

Ein Nilpferd nutzt den Ausflug, um sich über neue Uhrenmodelle zu informieren.

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Kein Elefant im Porzellanladen, dafür ein Nilpferd vor einem Uhrengeschäft: In der georgischen Hauptstadt Tiflis sind nach schwerem Unwetter mit Überschwemmungen mehrere Zoo-Tiere aus ihren Gehegen ausgebüxt und machten einen Streifzug durch die City.

Der Zoo wurde in der Nacht zum Sonntag zu weiten Teilen zerstört, wie örtliche Medien berichteten. Mindestens sechs Tiger, acht Bären und sechs Löwen begaben sich auf Wanderschaft. Aus Sicherheitsgründen erschossen Polizisten und Spezialkräfte mehrere Tiere. Bei einem Kinderkrankenhaus erlegten sie dem TV-Sender Rustawi 2 zufolge sechs Wölfe.

Doch nicht nur für die Tiere hatte der heftige Regen schlimme Folgen: Mindestens acht Menschen sind ums Leben gekommen. Auch Wohnviertel wurden überflutet. Mehrere Menschen wurden von den Wassermassen mitgerissen. Präsident Georgi Margwelaschwili sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus.

Alles werde rasch wieder aufgebaut, versprach er. Regierungschef Irakli Garibaschwili sagte, die Überschwemmungen hätten „großen Schaden“ angerichtet. Der Zivilschutz der Südkaukasusrepublik richtete einen Krisenstab ein. Das Innenministerium riet den Menschen in Tiflis, vorerst in ihren Wohnungen zu bleiben. dpa/dl

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