Nach Selbstmord: Gericht will keinen Trauer-Ort für Kirsten Heisig

Abschied von der Richterin ohne Kondolenzbuch

BK
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Berlin - Lebensfroh, couragiert. Eine, die weiß, was sie will und das auch durchsetzt - so beschreiben Kollegen Kirsten Heisig. Dass die taffe Jugendrichterin nicht mehr da ist, können Menschen, die sie kannten, nicht fassen. Es heißt Abschied nehmen. Aber das Gericht will nicht einmal ein Kondolenzbuch auslegen.Eine Ort der Trauer um eine Ausnahme-Richterin, was wäre eigentlich schlimm daran gewesen? Schließlich hat Kirsten Heisig mit ihrem Neuköllner Modell (Strafe folgt auf dem Fuß) die Berliner Justiz deutschlandweit bekannt gemacht. Doch so eine öffentliche Trauer ist nicht möglich. Es widerspräche dem Grundsatz der Gleichbehandlung der Richter.Doch gleich war Kirsten Heisig schließlich nie. Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowski (SPD) kannte sie gut: "Sie hat Engagement pur vorgelebt. Kirsten Heisig hinterlässt ein großes Loch."Auch im Freiburger Herder Verlag wird überlegt, wie man mit dem plötzlichen Freitod der Jugendrichterin umgeht. Dort sollte im Herbst das erste Buch "Das Ende der Geduld" von Kirsten Heisig erscheinen. Jetzt wird überlegt, ob der Termin vorgezogen wird (KURIER berichtete). Christine Weis. "Alle hier sind im Moment tief bestürzt." KEIKirsten Heisig Tod hinterlässt für viele ihrer Kollegen ein großes Loch.

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