Nach Schießerei in Wedding

Polizei-Razzia bei den Tschetschenen-Rockern

Etwa 100 Männer gehören dem Club an, schätzt die Polizei.

Lutz Schnedelbach
Lesezeit 2 Min
Die Rocker schossen mit Maschinenpistolen 16 mal auf das Café.

Die Rocker schossen mit Maschinenpistolen 16 mal auf das Café.

© Eric Richard

Am Mittwochabend hatten, wie der KURIER berichtete, Tschetschenen aus Maschinenpistolen 16 Schüsse auf das Café Classic in der Groninger Straße  abgefeuert.

Aus dem Lokal heraus war das Feuer erwidert worden. Verletzt wurde niemand. Fünf Tschetschenen wurden festgenommen. Drei von ihnen erhielten am Donnerstag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Polizeitaktik ist eindeutig

Die Hintergründe der Schießerei hat die Polizei noch nicht heraus bekommen.
Das Clubhaus war seit Freitag von Zivilfahndern observiert worden. Am Sonnabend beobachteten Beamte, dass mehrere Männer  Autos beluden.    Daraufhin  wurden die Männer, die Autos und das Gebäude  durchsucht. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 23 Leute in dem Haus.

Mehrere Rocker wurden wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen unerlaubten Aufenthalts sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Festnahmen gab es keine. Die Polizeitaktik ist eindeutig. Man wolle die Rocker verunsichern, so dass sie von den ständigen Polizeibesuchen die Nase voll haben, hieß es im Polizeipräsidium. 

Das gelinge mit regelmäßigen Razzien am besten. Irgendwann ziehen sie sich zurück. Die Guerilla Nation und ihr Berliner Ableger Vaynakh sollen mit den Hells Angels verbunden sein. Etwa 100 Männer gehören dem Club an, schätzt die Polizei.

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