Ein Sprecher des 1. FC Afrisko teilte mit, der Jugendliche habe gegen eine Entscheidung des Schiedsrichters protestieren wollen und dafür den Platzverweis gesehen.
Im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung wurde der 16-jährige Schiedsrichter vom Ball getroffen. Laut dem Sprecher des 1. FC Afrisko sei dies aus Versehen geschehen, als der Torwart den Ball schnell wieder ins Spiel bringen wollte.
Wie die Polizei mitteilte, flüchtete der Schiedsrichter anschließend in die Kabine. Über die Hintergründe dafür gab es von beiden Vereinsseiten unterschiedliche Angaben.
Anschließend kam es dann auch noch zu einer Rangelei zwischen dem Trainer (48) der C-Jugendmannschaft aus Gatow und eines anderen Spieler des 1. FC Afrisko. Dabei wurde dem Trainer laut Polizei in die Rippen getreten. Er erlitt eine Rippenprellung. Der Sprecher des 1. FC Afrisko gab zudem an, dass ein jugendlicher Spieler durch die Auseinandersetzung Würgemale davongetragen habe.
Die Tumulte infolge der Auseinandersetzungen konnten beruhigt werden, bevor die Polizei eintraf. Es wurden von beiden Seiten Anzeigen erstattet. Die Polizisten leiteten insgesamt zwei Strafermittlungsverfahren wegen gefährlicher und ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Zudem teilte der 1. FC Afrisko am Montag mit, dass Beteiligte Anzeige wegen Beleidigungen erwägen.
Gegenüber dem KURIER hatte ein Sprecher des SC Gatow angegeben, dass das Spiel von übergroßer Härte gezeichnet gewesen sei. "Bereits im Spiel wurden zwei unserer Spieler durch Fouls verletzt", sagte der Mann dem KURIER. Beim Spiel ging es um die Entscheidung, welche der beiden Mannschaften als Zweitplatzierter der Liga aufsteigt. Der Sprecher des Weddinger Fußballclub bestätigte dies, sah seinen Verein dabei jedoch in der Defensive.
Wie das Spiel nach dem Abbruch nun gewertet wird, muss nun ein Sportgericht entscheiden. PA
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com