Nach Rassismusvorwürfen

VfB Auerbach lädt Hertha-Junioren ein

Die Sachsen wollen sich nach dem Eklat mit den Blau-Weißen aussprechen.

BK
Lesezeit 2 Min
Der VfB Auerbach lädt Herthas B-Jugend nach dem Spielabbruch zur Aussprache und zu einem Freundschaftsspiel ein (Symbol-Foto).

Der VfB Auerbach lädt Herthas B-Jugend nach dem Spielabbruch zur Aussprache und zu einem Freundschaftsspiel ein (Symbol-Foto).

© imago images/Matthias Koch

Nach den Rassismusvorwürfen durch Juniorenspieler von Hertha BSC hat der sächsische Fußballclub VfB Auerbach die B-Jugend der Berliner zu einem Besuch und einem gemeinsamen Freundschaftsspiel eingeladen.

„Uns liegt es daran, dass Jugendliche aus Berlin und dem Vogtland die Chance erhalten, sich auszutauschen“, schrieb die Vereinsführung Auerbachs am Donnerstag in einem Brief an Hertha. „Sie sollen die Gelegenheit bekommen, eigene Lebenswege zu beschreiben und sich in Folge einer Begegnung, nicht nur auf dem Fußballplatz, auch besser zu verstehen und natürlich auch zu respektieren.“

U16-Jugendspieler von Hertha BSC waren nach Angaben der Berliner von ihren Gegenspielern im B-Jugend-Regionalligaspiel bei Auerbach rassistisch beleidigt worden und hatten die Partie deshalb abgebrochen. Auerbach bedauerte die Vorfälle, verwahrte sich in einer Stellungnahme aber gegen den erhobenen Rassismus-Vorwurf.

Die Umstände seien „über eine überdimensionale Medienberichterstattung dargestellt“ worden, schrieben Volkhardt Kramer, sportlicher Leiter von Auerbach, und Vorstand Knut Beyse an die Hertha-Jugend und Paul Keuter, Mitglied der Geschäftsleitung. „Wir möchten die Inhalte nun nicht auch auf diesem Wege noch einmal bewerten oder kommentieren.“

Die Auswirkungen der Partie beschäftigen auch den Nordostdeutschen Fußballverband NOFV.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema