„Da schlagen die geringeren Energiekosten zu Buche“, sagt Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins. Das sei aber kein Grund zur Entwarnung. Denn bei steigenden Energiekosten würden sich die Betriebskosten schnell wieder erhöhen. „Es ist ein Glück auf Zeit“, warnt Wild.
Die Nebenkosten belaufen sich laut Betriebskostenübersicht 2017 auf durchschnittlich 2,52 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Davon entfallen 1,59 Euro auf die „kalten“ Nebenkosten. Dazu zählen etwa Ausgaben für Müllabfuhr, Hauswart und Gartenpflege. Weitere 93 Cent je Quadratmeter fallen im Schnitt für Heizung und Warmwasser an. Vor zwei Jahren sah es noch anders aus. Laut Betriebskostenübersicht 2015 zahlten die Berliner im Schnitt 2,77 Euro pro Quadratmeter für die zweite Miete.
Die Betriebskostenübersicht 2017 basiert auf den Angaben für rund 2500 Wohngebäude und Wirtschaftseinheiten. Ausgewertet wurden die Abrechnungen für 2015. Eine Tabelle gibt Auskunft darüber, welche Beträge für die jeweiligen Kostenpositionen wie Straßenreinigung, Aufzug und Schneebeseitigung anzusetzen sind.
Die Übersicht ist aber nicht rechtsverbindlich. Sie soll den Mietern als Orientierung dienen, ob ihre Betriebskosten plausibel sind. Wer daran zweifelt, kann beim Vermieter Einsicht in die Belege verlangen. Dazu sollte aber fachkundiger Rat eingeholt werden.
Wichtig: Die durchschnittlichen Betriebskosten ergeben sich nicht aus der Summierung der Positionen in der Tabelle, weil nicht immer alle Betriebskostenarten anfallen. Etwa bei Gasetagenheizungen, bei denen der Mieter mit dem Gaslieferanten direkt abrechnet.
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