Den Beamten der 3. Mordkommission läuft die Zeit weg. Bei ihren Ermittlungen sind sie noch keinen entscheidenden Schritt weitergekommen. Auch am Sonnabend waren Ermittler rund um den Tatort an der Oderstraße unterwegs, um Zeugen des grausamen Verbrechens zu finden.
Nach dem Tod der jungen Frau werden die Ermittlungen zusätzlich erschwert. Bei ihrer Einlieferung auf die Intensivstation war sie nicht ansprechbar. Anschließend fiel sie ins Koma und konnte deshalb nicht befragt werden. Jetzt hoffen die Fahnder auf die Ergebnisse der kriminaltechnischen Analyse sowie der ballistischen Untersuchungen.
Polizisten mit Mundschutz sichern Spuren am Tatort.
© Morris Pudwell
Die Tat ereignete sich kurz nach 23 Uhr. Zeugen wollen zuvor einen lautstarken und heftigen Streit zwischen mehreren Personen gehört haben. Dann fiel ein Schuss. Kurz darauf meldete sich ein anonymer Anrufer bei der Feuerwehr und sagte, dass auf der Straße eine bewusstlose Frau liege. Ein Notarzt versuchte, das Opfer zu reanimieren. Das gelang ihm auch.
Die Beamten prüfen nun, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und den tödlichen Schüssen auf den früheren Intensivtäter Nidal R. gibt. Der 36-Jährige war im September in der Nähe der Oderstraße getötet worden. Der Täter ist bis heute nicht gefasst.
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