Nach Hitze-Sommer 2018

Grüne wollen nach Winterdienst nun auch Sommerdienst

Die Idee beinhaltet das Gießen von Bäumen und mehr Grün in der Stadt.

BK
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Eine vertrockneter Straßenbaum steht in der Gleimstraße in Prenzlauer Berg (Symbolfoto).

Eine vertrockneter Straßenbaum steht in der Gleimstraße in Prenzlauer Berg (Symbolfoto).

© Jens Kalaene/ZB/dpa

Die Berliner Grünen wollen aus den Erfahrungen des extrem heißen und trockenen Sommers Konsequenzen für die Hauptstadt ziehen. Fraktionschefin Antje Kapek schlug am Donnerstag die Einführung eines Sommerdienstes analog zum Winterdienst vor. Nach ihren Vorstellungen könnten Landesbeschäftigte im Rahmen dieses Serviceangebots etwa die städtischen Bäume gießen.

Für den Wohnungsbau sieht Kapek die Notwendigkeit, für mehr Grün zu sorgen, sei es an Fassaden, in Vorgärten oder auf Dächern. „Zu diskutieren ist zum Beispiel, ob wir das im Koalitionsvertrag verankerte 1000-Grüne-Dächer-Programm ausweiten.“ Für jedes neue Stadtquartier sollten neben Schulen, Kitas oder Einkaufsmöglichkeiten ein Park mit eingeplant werden, so Kapek. „Wir müssen auch versuchen, neue Flächen für Stadtgärten zu gewinnen.“

Zudem sollte aus Sicht der Grünen jedes öffentliche Gebäude über Trinkwasserbrunnen verfügen. Bisher gibt es 48 solcher Brunnen in Berlin. Bis Ende 2019 sollen 100 neue dazukommen, darunter in einigen Behördengebäuden.
Am kommenden Mittwoch fährt die Grünen-Fraktion zu einer zweitägigen Exkursion nach Hamburg, um über diese und andere Metropolthemen wie den Wohnungsbau oder die Mobilität der Zukunft zu beraten. Die Abgeordneten wollen dabei Erfahrungen und Modelle in der Hansestadt auf ihre Tauglichkeit für Berlin prüfen. Sie besuchen dazu unter anderem den Hafen, ein E-Bus-Terminal oder ein Projekt, bei dem die Autobahn 7 zur Gewinnung neuer Flächen für die Stadtentwicklung abgedeckt wird.

Außerdem wollen sich die Grünen-Fraktionen Berlins, Hamburgs und Bremens zu einem „Stadtstaatennetzwerk“ zusammentun. Ziel sei es, „die urbanen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“ zu diskutieren und Strategien zu entwickeln, so Kapek. Das Netzwerk wolle sich so auch in den laufenden Diskussionsprozess über ein neues Grundsatzprogramm der Grünen einbringen.

(dpa)

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