Nach Fahndung

Schwulenhasser aus der Tram stellt sich

Er würgte einen Fahrgast in der M10.

Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min
Der junge Mann hat sich inzwischen der Polizei gestellt.

Der junge Mann hat sich inzwischen der Polizei gestellt.

© Polizei Berlin

Weil Ermittler nicht weiterkamen, haben Polizei und Justiz gestern Bilder aus einer Überwachungskamera der Tram-Linie M10 veröffentlicht. Sie zeigen einen jungen Möchtegern-Coolen, der vor sieben Monaten zwei Straftaten begangen haben soll. 

Mit Fahne gewürgt

Die Tat passierte bereits in der Nacht zum 23. Juli 2017. Die Stimmung in einer Straßenbahn der Party-Linie M10 (fährt zwischen Hauptbahnhof und Warschauer Straße) war gut. Doch in Höhe des U-Bahnhofs Frankfurter Tor rastet der Gesuchte gegen 2.40 Uhr plötzlich völlig aus. 

Der Unbekannte schreit einen 20-jährigen Fahrgast an und beleidigt ihn mit den Worten „Homo-F***e“ und „Schwuchtel“. Anschließend attackiert er den Homosexuellen unvermittelt von hinten. Der Gesuchte greift eine Regenbogenfahne, die sein Opfer um den Hals trägt, würgt damit den 20-Jährigen und zerrt ihn so aus der Bahn. 

Der angegriffene Fahrgast erlitt bei der Attacke Würgemale. Die Verletzungen am Hals und Rücken waren so stark, dass er mehrere Tage krankgeschrieben werden musste.

Mittlerweile soll sich der Gesuchte der Polizei gestellt haben. Laut Polizeiangaben soll sich der mutmaßliche Täter Donnerstagabend auf einem Polizei-Revier in Nordrhein-Westfalen gemeldet haben. Der 20-Jährige aus Mönchengladbach gab an, sich selbst auf den Aufnahmen wiedererkannt zu haben. Er sagte aus, von einem Bekannten den Screenshot einer Tageszeitung, in der die Fahndungsfotos abgebildet waren, erhalten zu haben.  

Die Ermittlungen dauern an. 

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