Der vermeintliche Fan-Schnappschuss hatte in den vergangenen Tagen für großen Zoff gesorgt. Nach eigenen Angaben unwissentlich, hatte sich Hertha-Star Marvin Plattenhardt nach dem 2:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund am Samstag mit dem AfD-Abgeordneten Frank Scheermesser fotografieren lassen. Die Fraktion postete das Foto auf Twitter. Plattenhardt forderte die sofortige Löschung. Als dem nicht nachgegangen wurde, reichte sein Verein Hertha BSC beim Berliner Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die rechtspopulistische Partei ein.
Zwar löschte die AfD das umstrittene Foto Mittwochabend von ihrem Twitter-Account, doch damit ist die Angelegenheit noch lange nicht vom Tisch. Der Rechtsstreit könnte weitergehen. In einem auf Twitter veröffentlichten Schreiben teilte Ronald Gläser, medienpolitischer Sprecher der AfD, mit, dass die Fraktion die einstweilige Verfügung prüfe und sich vorbehalte, den weiteren Rechtsweg zu beschreiten. Gläser argumentierte, Plattenhardts Behauptung, er habe den Parlamentarier für einen Fan gehalten, sei höchst unglaubwürdig. Der Abgeordnete Scheermesser, so Gläser weiter, sei gemeinsam mit 20 weiteren Mitgliedern des Landesparlaments in das Olympiastation eingeladen und das Foto an einem für fast alle anderen Stadionbesucher nicht zugänglichen Ort aufgenommen worden.
(OBL)
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