„Auch wenn wir Tabellenletzter sind, das muss uns zusammenschweißen“, betont der Trainer und beschwört die Gemeinschaft: „Wichtig wird sein, dass wir gemeinsam aus diesem Tal kommen.“ Letztmals stand Hertha 2009/10 zum Abschluss eines Spieltages am Tabellenende – und stieg dann ab. Nur in den Spielzeiten 1979/80 und 1990/91 gab es in den ersten vier Partien nur einen Punkt.
„Manchmal ist Sport schwer zu erklären“, sagt der 44-Jährige nach dem Keller-Duell ratlos. „Wir hatten 16 Torschüsse. Es ist unfassbar, dass wir nur ein Tor machen.“ Nach der Führung durch den Mainzer Robin Quaison (40.) gelang dies Marko Grujic (83.). Den K.o. kassierte Hertha durch Jeremiah St. Juste (88.). „Für meinen Geschmack war das unser bestes der vergangenen drei Spiele. Es ist kein gutes Gefühl, Letzter zu sein“, sagt Grujic, der nach seinem Tor sofort zu Coach Covic geeilt war. „Ich weiß, wie viele Emotionen und Energie er für jeden einzelnen von uns investiert. Jeder ist für die Situation verantwortlich. Woche für Woche verlieren wir. Wir müssen endlich mit dem Gewinnen anfangen“, verlangt Grujic.
Boyata kämpft gegen Frust
Der Erfolgsdruck wird auf den von den Amateuren zu den Profis beförderten Trainer größer. Für die Rekordsumme von rund 34 Millionen Euro bekam er neue Spieler. „Es ist frustrierend und schwierig, mit nur einem Punkt Letzter zu sein, aber wir müssen positiv bleiben“, sagt der von Celtic Glasgow geholte Innenverteidiger Dedryck Boyata nach seinem ersten Bundesligaspiel, für das Covic sein System auf 3-5-2 umstellte.
Jetzt kommt Paderborn
Zum nächsten Keller-Duell kommt Sonnabend der SC Paderborn ins Olympiastadion. „Gegen Paderborn müssen wir alles geben, für den Sieg und für die Fans“, fordert Grujic. Coach Covic legt nach: „Wir müssen jetzt noch fleißiger sein und zusammenrücken.“
Trotz der prekären Lage warnt Davie Selke vor Panikmache. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir noch früh in der Saison sind“, sagt der Stürmer. Dies würde statistisch gesehen auch im Falle einer vierten Niederlage gelten. Hoffnung: 1972 schaffte Hertha nach vier Pleiten zum Saisonanfang dennoch den Klassenerhalt. SR
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