Als Favorit für die Übernahme gilt inzwischen der Handelskonzern „Hudson’s Bay“ aus Kanada, hinter dem der gewiefte Immobilienmanager Richard Baker (49) steht. Angefangen hatte der mit einem Cateringservice, heute gehört ihm u.a. das Nobelkaufhaus „Saks Fifth Avenue“ (New York). Bombig läuft das Geschäft beim Kaufhof nicht. Bei den zuletzt veröffentlichen Quartalszahlen ging der Umsatz um ein Prozent zurück. Mit „Hudson’s Bay“ seien die Gespräche so weit gediehen, dass schon nächste Woche eine Entscheidung fallen könne, heißt es laut „Spiegel“ in Verhandlungskreisen.
Weitere Kaufhof-Interessenten sind der Österreicher Rene Benko („Karstadt“) und erneut die „Central Group“.
Experten sehen das Feilschen um den kriselnden Warenhausmarkt skeptisch. Handelsfachmann Thomas Roeb: „Ich kann keine Strategie erkennen.“ Seit den 80er Jahren gehe es mit Warenhäusern bergab und niemand habe ein „Rezept“ dagegen.
Rund 21 500 Mitarbeiter hat die Kaufhof-Kette. Die Gewerkschaft Verdi fordert bereits vom Käufer die Zusage, dass in den nächsten fünf Jahren keine weiteren Warenhäuser schließen, keine betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden.
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