Nach angeblichem Missbrauch

Rechte Kundgebung gegen Asylpolitik in Königs Wusterhausen

Der Tatverdacht gegen einen 23-jährigen Asylbewerber hat sich nicht erhärtet.

BK
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© Twitter/BJörnHW

Begleitet von einem größeren Polizeiaufgebot haben in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) zahlreiche Menschen bei zwei Kundgebungen gegen die Flüchtlingspolitik protestiert. Zudem gab es am Montagabend eine Gegendemonstration auf der Bahnhofsstraße. Die „Märkische Allgemeine“ berichtete von etwa 300 Teilnehmern auf dem Bahnhofsvorplatz, wo eine der beiden rechtsgerichteten Demonstrationen angemeldet war. Ein Polizeisprecher äußerte sich nicht zur Zahl der Teilnehmer. Er bezeichnete die Situation zunächst als übersichtlich und ruhig.

Hintergrund der Kundgebungen war eine vermeintliche Vergewaltigung. Eine 15-Jährige hatte erklärt, sie sei im November von zwei Flüchtlingen auf einer öffentlichen Toilette missbraucht worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat sich der Vorwurf aber nicht bestätigt. Man schließe nicht aus, dass ihn die junge Frau erfunden habe, sagte ein Sprecher am Montag. Ein zunächst in Untersuchungshaft genommener 21-Jähriger sollte wieder auf freien Fuß kommen.

Die erste der insgesamt drei angemeldeten Aktionen war bereits nach etwa einer halben Stunde gegen 17 Uhr beendet. Die beiden anderen Demonstrationen auf dem Bahnhofsplatz und der Bahnhofsstraße starteten gegen 18 Uhr. Die Polizei trennte beide Lager voneinander. (dpa)

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