Nach "Aktenzeichen XY...ungelöst"

Acht neue Hinweise zu Mord am Oranienplatz

Vor mehr als einem Jahr war ein Student in Kreuzberg niedergestochen worden.

Kathrin Michulla
Lesezeit 2 Min
Mit diesem Fahndungs-Flyern rief die Polizei nach der Tat Anwohner zu Hinweisen auf.

Mit diesem Fahndungs-Flyern rief die Polizei nach der Tat Anwohner zu Hinweisen auf.

© imago/PEMAX

"Seit der Ausstrahlung der Sendung sind acht neue Hinweise eingegangen", sagte ein Polizeisprecher der Berliner Zeitung am Donnerstagvormittag. "Diesen gehen die Ermittler jetzt nach." Ob eine wirklich "heiße Spur" darunter sei, könne er allerdings nicht sagen. "Die Qualität der Hinweise muss erst geprüft werden".

Blutend zusammengebrochen

Die Tat ereignete sich am 7. November 2015: Der Student Alejando G. war damals in Begleitung einer Bekannten und eines Freundes in Kreuzberg unterwegs. Die drei wollten den Ermittlungen zufolge gegen Mitternacht zum Görlitzer Park gehen. Doch die Gruppe verlief sich und kam über die Adalbertstraße am Oranienplatz an. Das war gegen 0.45 Uhr. Als sie sich entschlossen, nach Hause zu gehen, kam ein Mann auf sie zu. In Höhe einer Bushaltestelle schlug der Unbekannte Alejandro G. ins Gesicht und stach ihm dann in die Brust. Dann lief er weiter.

Das Trio flüchtete in Richtung Dresdener Straße. Dort wurde Alejandro langsamer. Schließlich brach er blutend zusammen. Zeugen sagten später der Polizei, dass keiner den Angriff so richtig mitbekommen habe. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr versorgten den Verletzten und brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er trotz schneller Hilfe kurze Zeit später starb.

Täter 25 bis 30 Jahre alt

Der Täter wurde als 25 bis 30 Jahre alt, bis zu 1,80 Meter groß und schlank beschrieben. Außerdem trug er einen Oberlippenbart oder Kinnbart. Passanten erinnerten sich auch daran, dass der Mann südländisch aussah und mit einer grauen Kappe mit großem Schirm sowie einer grauen, längeren Jacke bekleidet war.

Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig, weil es keinerlei Hinweise darauf gab, dass sich Täter und Opfer kannten. Das Trio stand nicht unter Drogeneinfluss und war nicht alkoholisiert, hieß es.

Die Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" ist noch bis Freitag zu in der ZDF-Mediathek zu sehen. (kmi).

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