Am 9. April feiert im Theater des Westens das Musical „Der Glöckner von Notre Dame“ Premiere. Ein traditionsreiches Stück – wurde doch damit im Jahr 1999 das Theater am Potsdamer Platz eröffnet. Nun läuten die Glocken in der Kantstraße. Und Bowden spielt die schöne Esmeralda, die weibliche Hauptfigur des Stückes. „Ich liebe die Geschichte des Musicals schon seit vielen Jahren“, sagte sie dem KURIER. Schon in ihrer Kindheit sah sie den Film, las das Buch von Victor Hugo. „Es spielt in Paris, das ist neben Berlin meine absolute Lieblingsstadt. Und es passt so gut, denn von der Lebensart bin auch ich schon immer eine Esmeralda gewesen.“
Sarah Bowden (34) ist zurück in Berlin, spielt nun die Esmeralda im „Glöckner von Notre Dame“ – und machte sich schon mal mit den Glocken vertraut.
© Stage Entertainment
Wie die Zigeuner-Prinzessin lebt auch Bowden mal hier, mal da. Sie wohnte und arbeitete schon in Tokio, Kanada, Spanien, Deutschland, Amerika, Australien. In Berlin stand sie unter anderem im „Wintergarten“ und in der Komischen Oper auf der Bühne. Ihr letztes großes Engagement führte direkt in die Traumfabrik Hollywood – hier spielte sie in der Mega-Freilichtarena „Hollywood Bowl“ die Hauptfigur Cassie im Musical „A Chorus Line“.
Nun singt und tanzt sie wieder in Berlin – neben ihr steht unter anderem David Jakobs („Das Wunder von Bern“) als Glöckner Quasimodo auf der Bühne. Geprobt wird schon jetzt jeden Tag. „Wir bringen das Stück in 20 Tagen auf die Bühne, das geht sehr schnell, macht aber auch viel Spaß“, sagt sie. „Und ich werde sicher wieder Lampenfieber haben, denn es ist eine große Aufgabe, diese wichtige Geschichte zu inszenieren.“ Die Story um den verstoßenen, buckligen Glöckners hat für Bowden eine wichtige Aussage. „Die Welt driftet heute in eine Richtung, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Man muss für die Leute, denen es nicht gut geht, kämpfen. Und dafür, dass die Welt ein gerechterer Ort wird.“
Ob das Theater zu einem besseren Ort wird, wird sich zeigen. Nach dem Glöckner könnte es wirtschaftlich schwierig werden. Dann kommt „Ghost“ auf die Bühne – das Stück zur Romanze „Nachricht von Sam“. In London und am Broadway war die Inszenierung ein Flop.
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