Links und rechts parken Autos, nur ein schmaler Fahrstreifen bleibt in der Mitte. Anwohner Mathias Ramsauer (70) berichtet, dass es zuletzt fünf oder sechs Wochen keine Altpapier-Abholung gegeben habe. Erst auf Druck von Mietern und Wohnungseigentümern sei die Recycling-Firma jetzt endlich wieder tätig geworden – ganz offenbar mit Fußtruppen.
Die Tonnen sind ständig überfüllt. Sie werden seit Monaten nur unregelmäßig geleert.
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„Nach allem, was wir in Erfahrung bringen konnten, traut es sich der Fahrer des Recycling-Konzerns nicht zu, in die enge Straße einzubiegen“, sagt Ramsauer. Und dafür habe er als ehemaliger Lkw-Fahrer bei der Bundeswehr sogar Verständnis. „Es ist wirklich wenig Platz, auch wenn man dazusagen muss, dass der BSR-Fahrer es irgendwie hinbekommt.“
Zwei Autos passen nicht nebeneinander durch die Straße
Die Tücken und Unfallgefahren in der Schöneberger Hochkirchstraße zeigen sich schon bei einer kurzen Beobachtung des Verkehrs: Wenn sich zwei Pkw von verschiedenen Seiten nähern, muss einer rückwärts zurückfahren. Zwei Autos passen nicht nebeneinander durch die Straße. Zusätzlich eng wird es, wenn krumm und schief geparkte Autos am Straßenrand rumstehen oder wenn mal wieder Filmdreharbeiten stattfinden – wie etwa am heutigen Montag. „Ich gehe davon aus, dass Catering-Trucks die Straße blockieren werden“, so Anwohner Ramsauer. Dann komme auch die BSR nicht durch.
Die Anwohner sind entnervt: Mathias Ramsauer ärgert sich über das Müllproblem und will mit dem Stadtrat über Lösungen sprechen.
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Egal, welchen Passanten man in der Straße auch befragt: Alle sind sich einig, dass die Müllsituation so nicht bleiben kann. Mit den seit Monaten ständig überquellenden Tonnen voller Papier, Buntglas, Weißglas und Plastik müsse jetzt Schluss sein. Aber was tun? Eine Idee wäre es, durch eine Änderung der Parkregeln mehr Platz für die Müllwagen zu schaffen: Wenn Anwohner-Autos halb auf den Gehwegen stehen dürften, kämen die großen Lastfahrzeuge leichter durch. Eine andere Lösungsidee sieht vor, die Recycling-Firma zu bitten, kleinere Abhol-Fahrzeuge einzusetzen. Aber noch weiß niemand, ob das überhaupt umsetzbar ist.
Diese Woche werden Filmdreharbeiten den Verkehr zusätzlich behindern.
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„Ich werde jedenfalls mit dem zuständigen Stadtrat Jörn Oltmann (Grüne) über das Problem sprechen“, sagt Anwohner Mathias Ramsauer. Er ist Vorsitzender des Beirats der Eigentümer in der Hochkirchstraße und für rund 50 Mietparteien zuständig. Womöglich könne die Bezirkspolitik ja einen Weg finden, die Verkehrsführung im Kiez so zu ändern, dass die Situation in der „Quetschstraße“ im neuen Jahr entschärft wird.
Bis dahin werden sich über die Feiertage noch jede Menge Weihnachtsmüll, Geschenkpapier und Plunder in übervollen Tonnen ansammeln. Man kann nur hoffen, dass sich zu Silvester keine Rakete verirrt – und das ganze Zeug in Brand setzt.
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