Am Müggelsee herrscht dicke Luft: Gerade erst protestierten 100 Segler, Motorboot-Fahrer und Floß-Kapitäne gegen den drohenden Abriss von Stegen, Anlegestellen und Vereinsheimen. Das Bündnis „Bootsdemo Berlin“ hält es für übertrieben, wie der Senat eine EU-Richtlinie zum Arten- und Gewässerschutz umsetzen will.
Bürgermeister Oliver Igel kämpft für den Erhalt des Wassersports am Müggelsee.
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Bürgermeister Igel stimmt der Kritik zu: „Es ist falsch, Naturschutz und Naherholung als Gegensätze zu begreifen.“ Am Müggelsee sei in den letzten 20 Jahren viel beim Öko-Schutz erreicht worden, „aber für Menschen muss auch noch Platz sein“.
Die ursprünglichen Pläne für den Großen Müggelsee sahen vor, weite Teile des Ufers in Sperrgebiete zu verwandeln – ohne Bootsfahrer, Schwimmer, und Wassersportler. Igel und Mitstreiter konnten Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) hinter den Kulissen aber schon Zugeständnisse abringen: „Die Verordnung wird in irgendeiner Form wohl kommen, soll aber nicht mehr einen Großteil der See-Nutzer verdrängen“, so Igel. Auf sich und die Sport-Vertreter sieht er trotzdem noch „zähe Verhandlungen“ zukommen. Es sei mit Einschränkungen für Motorboote zu rechnen.
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