Charlottenburg - Sie waren für ihren Coup perfekt ausgerüstet. Masken, Mützen und MPi - die "Standard-Ausrüstung" für einen Spielhallen-Überfall. Doch dann lief alles schief. Die beiden Gangster stellten sich dümmer an, als die Polizei erlaubt.Montag, 20 Uhr: Zwei Unbekannte betreten eine Spielhalle in der Bismarckstraße (Charlottenburg). Der eine die Baseball-Kappe tief ins Gesicht gezogen, der andere mit Sturmhaube. "Einer hatte eine schwarze Maschinenpistole in den Händen, der zweite eine kleine Axt", so die Spielhallen-Angestellte Frederike (31). Sie hatte Dienst während des Überfalls, drei Gäste zockten an Automaten.Mit einem schwungvollen Hüpfer stand einer der Gangster plötzlich neben Frederike hinterm Tresen, forderte Geld aus der Kasse. Die Angestellte ist clever. Sie überließ dem Räuber die Tageseinnahmen, drückte unbemerkt den Alarmknopf.Doch das Geld reichte den Räubern nicht. Frederike sollte den Tresor öffnen - jedoch hat sie nur die Berechtigung, mit einer Karte 200 Euro am Tag zu entnehmen. "Sie brüllten mich an: ,Los, los, mach hin'." Ein Täter wurde nervös, feuerte einen Schuss Richtung Decke. Zum Glück nur eine Platzpatrone.Offenbar selbst so erschrocken, suchten die beiden das Weite, sprinteten in die kalte Nacht. Dämlich: Die Trottel-gangster übersahen die auf dem Tresen abgelegten Tageseinnahmen, flüchteten mit nur 200 Euro. Jetzt fahndet die Polizei.------------------------------
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