Mordprozess

Der Stalker mit dem Steakmesser

Staatsanwalt sicher: Nelson B. richtete seine Ex-Freundin aus Rache hin

BK
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Der Angeklagte will sich im Saal nicht offen zeigen. 

Der Angeklagte will sich im Saal nicht offen zeigen. 

© Berliner KURIER

Der Mann aus Prenzlauer Berg vor Gericht. Mörderische Rache soll ihn getrieben haben. Die Anklage: „Er beging die Tat, weil die Geschädigte aus seiner Sicht mit dem Tod bestraft werden musste.“ Zwei Monate nach der Trennung lauerte er Maria M. in Zehlendorf auf. Anklage: „Er war der Auffassung, sie habe sein Leben kaputt gemacht.“

Vor diesem Wohnhaus in Zehlendorf geschah die blutige Tat. 

Vor diesem Wohnhaus in Zehlendorf geschah die blutige Tat. 

© Oberst

Weil sie ihn wegen wiederholter, von ihr nicht gewollter Kontaktversuche angezeigt hatte. Die Beziehung begann zweieinhalb Jahre zuvor. In einem Park lernten sich B. und Maria M. über ihre Hunde kennen. Als sie ein Paar waren, schnüffelte B. seiner Geliebten bald hinterher. Aus Eifersucht, heißt es. Weil die Abteilungsleiterin viele Freunde hatte. Er soll ohne festen Job gewesen sein. 

An das Näherungsverbot hielt sich Nelson B. nicht

Die Trennung im September 2018. Kurz danach begann er, Maria M. hemmungslos nachzustellen. Bei ihrer Arbeit tauchte er auf, klingelte Sturm an ihrer Wohnungstür, schrieb ihr Nachrichten.

Mitte Oktober die erste Anzeige. Am 23. Oktober dann eine einstweilige Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz: B. durfte sich seiner Ex nicht mehr nähern. Es soll ihn aber nicht abgehalten haben. Polizisten kamen zu ihm zu einer „Gefährderansprache“. Ende November soll ein Haftbefehl im Gespräch gewesen sein.

„Unvermittelt stach er auf die Frau ein“

Der 8. Dezember. B. lauerte laut Anklage vor dem Wohnhaus der Schwester von Maria M. Als sie um 6.05 Uhr die Tür öffnete, sei er aus der Dunkelheit getreten. Die Anklägerin: „Unvermittelt stach er auf die Frau ein.“ Ein Mord sei es, heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen. Die Schwester hörte die Schreie, rannte zu Maria M., wollte sie verzweifelt retten. Doch jede Hilfe kam zu spät. 

Nelson B. gestand bei der Polizei. Er soll keine Reue gezeigt haben. Im Gegenteil. Ob er im Prozess aussagt, ist offen. Fortsetzung: 13. August. KE 

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