Morddrohungen gegen Vater Weil er schärfere Waffen-Gesetze will

Winnenden

Jürgen Kowallik
Lesezeit 1 Min

Winnenden - Er hat seine Tochter vor 16 Monaten verloren. Sie starb zusammen mit 14 anderen Menschen - beim Amoklauf von Winnenden. Seitdem kämpft Hardy Schober für schärfere Waffen-Gesetze und gegen die Waffen-Lobby. Jetzt wird er mit dem Tode bedroht.Der 50-Jährige ist Chef des "Aktionsbündnisses Amoklauf Winnenden". Und er hat sich mit einem mächtigen Gegner angelegt - Waffen-Narren. Wie "Focus" berichtet, hatte sich vor einigen Tagen ein Unbekannter per E-Mail bei Schober gemeldet: "Haben Sie gar keine Angst? Immerhin legen Sie sich mit bewaffneten Menschen an." Weiter: "Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie eines Tages durchsiebt aufgefunden werden. Man sieht sich!" Schober, dessen 15-jährige Tochter Jana bei dem Amoklauf starb, sagte "Focus", er lasse sich von Drohungen dieser Art "nicht einschüchtern".Hinterbliebene des Amoklaufs waren mehrfach verbal attackiert worden, weil sie sich für eine drastische Verschärfung des Waffenrechts einsetzen. In Dutzenden Hass-Briefen wurden sie als "Lügner" und "psychisch Kranke" diffamiert. Etliche Hobby-Schützen fühlen sich vom Bündnis zu Unrecht an den Pranger gestellt.------------------------------

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