München - Es passierte direkt vor seiner Münchner Haustür: Als Pedro Galvéz (70), einst in der DDR Übersetzer von Walter Ulbricht, heimkehrte, wurde er niedergestochen. Schwer verletzt überlebte der Spanier.Gegen 18.20 Uhr lauerte der Täter (1,65 Meter, dunkle Jacke, Strickmütze) vor der Haustür des Schriftstellers ("Ich, Kaiser Nero"): "Sind Sie Pedro Galvéz?" Als der Autor bejahte, fügte der Mann noch auf Spanisch hinzu, er habe ein Päckchen für ihn und zog ein Küchenmesser. Damit verletzte er Galvéz an Hals, Rücken und flüchtete. Nachbarn hörten die Hilferufe, alarmierten die Polizei.Galvéz wurde in Malaga geboren, ging als überzeugter Kommunist nach Ostberlin: "Ich war persönlicher Übersetzer von Walter Ulbricht." 1971 flüchtete er in den Westen. Mit Freundin wohnt er nun in München, glaubt nicht an ein Attentat: "Ich habe noch eine spanische Ex-Frau. Vielleicht hat die mir jemanden geschickt."------------------------------
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