Der Mord von Moabit

War es der russische Geheimdienst?

Am Freitag war Zelimkhan K. (49) im Kleinen Tiergarten erschossen worden.

BK
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Bei dem Ermordeten handelt es sich um Zelimkhan K. aus Georgien.

Bei dem Ermordeten handelt es sich um Zelimkhan K. aus Georgien.

© BLZ

Am Freitag war Zelimkhan K. (49) im Kleinen Tiergarten erschossen worden. Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Vadim S. (49) soll aus Sibirien stammen – zumindest steht das in seinem Pass, der jetzt auf Fälschungen untersucht wird.

Der Täter benutzte offenbar eine Glock-Pistole eines speziellen Typs, der auch von Spezialeinheiten – unter anderem in Russland – verwendet wird. Wer ihm die Waffe beschaffte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Zweiter Fall Skripal?

„Sollte sich herausstellen, dass ein staatlicher Akteur wie Russland hinter der Tat steckt, haben wir einen zweiten Fall Skripal mit allen Konsequenzen“, zitiert Spiegel online Sicherheitskreise. 2018 hatte der Mordversuch an dem früheren russischen Agenten Sergej Skripal in Großbritannien eine Krise mit Moskau ausgelöst. Skripal war dem geächteten Nervengift Nowitschok ausgesetzt. Sie überlebten.

Nach Angaben einer georgischen Menschenrechtsorganisation führte der russische Geheimdienst FSB Zelimkhan K. auf seiner Feindesliste. In Georgien hatte dieser zwischen Islamisten und Behörden vermittelt. Offenbar hatten die Russen auch die Deutschen auf ihn angesetzt. Laut Spiegel meldeten sie ans BKA, dass K. einer islamistischen Terrormiliz angehöre. 

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