Der Junge aus gut situiertem Hause wollte Bargeld und Zigaretten erbeuten. Nun ist er 18 Jahre und steht wegen Raubmordes vor Gericht.
Seine beiden Verteidiger werden ihn vor Knast nicht retten können. Die Staatsanwältin: „Er hat den Überfall gestanden.“
Es geschah am 14. Februar 2014. Ein junger Mann betrat kurz vor Ladenschluss den kleinen Steglitzer Kiosk in der Kniephofstraße. Er verlangte Geld. Thomas W., gelernter Steinmetz mit breiten Schultern, stellte sich in den Weg: „Hier wird nicht überfallen!“
Der Jung-Kriminelle war bereits polizeibekannt. Es gab Verfahren gegen ihn, die aber nicht zu einer Verurteilung führten.
Als Thomas W. ihn stoppen wollte und die Arme ausbreitete, zog der Schüler eines Oberstufenzentrums den Ermittlungen zufolge ein Messer. Stiche in die Brust, einer ins Herz. Thomas W. verstarb an der Ladentür.
Der Täter raffte Bargeld und Zigaretten in eine Plastiktüte und lief davon. Eine Bluttat für eine Beute von insgesamt rund 800 Euro. Die Polizei ermittelte intensiv, fasste El-M. zehn Monate später aufgrund von DNA-Spuren im Kiosk.
Sein genetischer Fingerabdruck befand sich bereits in der DNA-Kartei der Ermittler. Für Amir El-M. klickten die Handschellen im Dezember in einem Gerichtssaal.
Die Anklägerin: „Er sollte sich nach einer Raubtat in einer Wohnung vor einem Jugendrichter verantworten.“
Die Anklage geht davon aus: „Er hat den Tod von Thomas W. billigend in Kauf genommen.“ Der Messer-Stecher aus einer arabischen Familie gab sich reuemütig.
In seinem Geständnis erklärte er: „Ich wollte ihn nicht töten.“ Bis zu 10 Jahre Jugendhaft drohen ihm.
Fortsetzung des nicht öffentlichen Prozesses: 16. Juni. KE.
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