Mord in Heiligensee

Frau (35) umgebracht - Täter auf der Flucht

Ermittler entdecken gefesseltes Kind. Mutmaßlicher Mörder gilt als gefährlich.

Eric Richard Andreas Kopietz Alexander Schmalz Philippe Debionne_richtig
Lesezeit 2 Min
Auch ein Räumpanzer der Polizei war im Einsatz.

Auch ein Räumpanzer der Polizei war im Einsatz.

© Eric Richard

Die Polizei hat die Gegend um den Tatort abgesperrt.

Die Polizei hat die Gegend um den Tatort abgesperrt.

© Pudwell

Als die Polizeikräfte die Tatwohnung stürmten, fanden sie neben der Leiche der Frau auch ein nach KURIER-Informationen gefesseltes Kind. Es soll aber weitestgehend unverletzt gewesen sein. Weil die Einsatzkräfte auch mehrere Waffen in der Wohnung fanden, rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an und sperrte die Gegend rund um die Dambockstraße weitgehend ab. „Wir suchen nach dem uns bekannten Tatverdächtigen“, hieß es dazu.

SEK-Beamte am Tatort in Heiligensee.

SEK-Beamte am Tatort in Heiligensee.

© Pudwell

Es soll sich um Edin A., den 32-jährigen Lebensgefährten der Getöteten handeln. Er stammt aus Bosnien. Ob es bereits früher zu Streitigkeiten zwischen der jetzt Getöteten und ihrem in Berlin nicht gemeldeten Lebenspartner kam, wollte die Polizei nicht kommentieren. Ungewöhnlich: Bei dem Einsatz kamen auch die Elite-Polizisten vom SEK sowie ein Räumpanzer zum Einsatz. Ein Hinweis darauf, dass der mutmaßliche Mörder der 35-Jährigen als hochgefährlich eingeschätzt wird. Die Einsatzkräfte durchsuchten stundenlang das gesamte Diakonie-Gelände. Am frühen Abend gab der Einsatzleiter dann bekannt: Das Areal ist sicher, der Täter nicht mehr auf dem Gelände. 

Die Spurensicherung am Tatort. 

Die Spurensicherung am Tatort. 

© Pudwell

Wegen der Größe des Einsatzes und der Gefahr, die auch jetzt noch von dem mutmaßlichen Täter ausgeht, gründete die Polizei noch gestern eine „Besondere Aufbauorganisation“ (BAO) aus mehreren Bereichen des Landeskriminalamtes und der örtlichen Direktion. Eine BAO wird nur bei sogenannten „besonderen Gefahrenlagen“ gegründet. Warum es zu der Bluttat kam, ist noch völlig unklar.  

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